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Hifi- Voodoo... audiophile Sicherungen

HiFi- Voodoo: "Audiophile Sicherungen"

Kurzversion:
Können Sicherungen "audiophil" sein, also irgendwie den Klang beeinflussen. ?
Nein. Das ist purer Blödsinn !


Eine Sicherung hat keine Wirkung auf den Klang.

Erklärung Spannungsverlust

Es wird oft behauptet, die Sicherung sei ein "Flaschenhals" für den Strom.
Lassen wir uns das genauer betrachten.

Die Sicherung hat dabei natürlich einen Eigenwiderstand, sie besteht ja aus einem dünnen Stück Draht.
Dieser Eigenwiderstand bewirkt einen Spannungsabfall im Bereich einige Millivolt bis einige Volt.
Diese Spannung geht tatsächlich der Ausgangsleistungserzeugung "verloren".
Aber... nur bei Nutzung der vollen Ausgangsleistung.
Stellen Sie sich das bei einem 100 Watt- Heimverstärker vor !

Dies bewirkt jedoch höchstens einen sehr geringen Leistungsverlust, der bei einer solch brachialen Lautstärke... gar nicht hörbar ist !

Warum ?
Um für das Ohr die doppelte Lautstärke (3dB) zu erzeugen, benötigt man bereits 100% mehr Leistung.
(Quelle)
Ob eine Anlage gerade 23 oder 25 Watt auf die Box pustet, geschweige denn, noch höhere Leistung... ist wohl kaum gehörmäßig feststellbar, und es ist ja kein Klangunterschied.

Und- die Netzspannung selbst darf sich ja auch ändern, die Netzspannung hat eine Toleranz.
Diese Toleranz darf in Europa 230 V plus/minus 10% betragen. (Wikipedia).
23 V drunter, 23 V drüber... das ist viel.
Die Netzspannung darf also durchaus mal auf knapp 200 V absacken, oder auf 250 V ansteigen !

Die Toleranz der Netzspannung ist üblicherweise weit, sehr weit höher, als die "Verluste" durch eine Sicherung, die sowieso nur bei Vollast gegeben wären.
Damit muß ein Verstärker im normalen Leben immer auskommen können.
Und das können Verstärker. Eigentlich immer.

Und- so extreme Netzspannungsschwankungen sind heutzutage- Geschichte.

Die Spannungsänderung Netz/ Sicherung geht nicht 100%ig auf die Gerätebaustufen ein.
Transistor- Geräte arbeiten ja nicht mit Netzspannung, sie enthalten einen Netztransformator, die Gleichrichtung, die Endstufe und Stabilisierungsschaltungen, üblicherweise werden Vorstufen, und die sind für den Klang maßgeblich, mit stabilisierten Spannungen betrieben. Nur bei der Endstufe wird auf eine Stabilisierung verzichtet, dies kann eben nur eine -sehr geringe- Leistungsänderung bewirken.
Es gibt allerdings frequenzabhängige "Gegenkopplungen" in Verstärkern, die Spannungen der Endstufe abgreifen, jedoch wird auch dies keinen Klangunterschied bewirken.

Ein Verstärker, der den Klang schon bei einer geringen Spannungsänderung durch eine Sicherung hörbar ändert- was wäre das für ein Schrottkiste !!!???

Allerdings könnten Sicherungen im Bereich niedriger Versorgungsspannungen tatsächlich einen "Flaschenhals" darstellen.

Niedrige Spannung und hohe Leistung sind z. B. immer der Bereich der Auto- Verstärker.

Aber auch hier gilt: Die Anlage muß damit klarkommen. Kaufbare Anlagen sind dementsprechend konzipiert.

Erklärung Resonanz...

Es werden gelegentlich"resonanzoptimierte Keramikröhrchen" angepriesen.
Ist da was dran ?

Nein, gar nicht.
Sicherungen sichern nur die Versorgungsspannungen ab. Tonfrequenzen haben dort nichts zu suchen.
Sicherungen können also keine Tonfrequenzen beeinflussen, weder anheben, noch absenken.

Das mit den Resonanzen des Außen- Materials...
Bei Sicherungen... ist das nur Volksverblödung.

Resonanzschaltungen gibt es an anderen Stellen, speziell in Rundfunkempfängern.

Natürlich könnte eine Sicherung in einem ausgeleierten Sicherungshalter bei fetten Bässen "in Resonanz geraten".
Das wäre... Mitdröhnen... foot-in-mouth

Nun ja... vielleicht ist die Resonanz des Herstellers auf die Käufer ihrer teuren Supersicherungen gemeint ?laughing

Sind hörbare Effekte denkbar ?

Ja. Ich selbst hatte ein schrecklich verzerrt klingendes Radio auf dem Tisch.
Beim Aufdrehen der Lautstärke wurde zudem die Beleuchtung im Takt dunkler.
Ursache war tatsächlich... die Sicherung.
Deren Kappen waren dermaßen oxydiert, daß die Sicherung einen extrem engen "Flaschenhals" darstellte, die Netzspannung betrug hinter der Sicherung gerade noch 120 V ! Damit konnte keine Stufe des Radios mehr vernünftig funktionieren, die Arbeitspunkte der Stufen lagen irgendwo... das verursacht einen scheußlichen Klang.

Reinigen der Sicherungskappen und Sicherungshalter beseitigte den Fehler.

 Audiophile Sicherungen- Lug und Betrug ?

Nicht unbedingt.

Daß die Werbung mit ihren Aussagen übertreibt, halte ich für normal.

Wer nun teures Geld für diese Teile ausgeben mag... kann dies gern tun.
Wenn diese Teile so sorgfältig hergestellt und verarbeitet sind, wie beschrieben, sind sie ja auch tatsächlich hochwertiger.

Nur... Dem Klang tut es nichts.

 

***************Kleine Auswahl an "Sicherungs Voodoo"*******************

 Die vergoldeten Audio-Sicherungen sind mit Kupfer-Innenleiter erhältlich. Die Kontaktkappen sind aus Massivkupfer (neu) und zusätzlich vergoldet. Dadurch ergeben sich allerbeste Kontakte, welche sich in einem ruhigen Klangbild wiederspiegeln. Der Keramik Isolierkörper ist durch eine Spezial-Behandlung resonanz-optimiert und zeichnet sich durch eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit und hohe Temperaturbelastbarkeit aus.

Der Klang: Durch die Verwendung von Gold anstelle des sonst üblichen Silber konnte der Klang nochmals deutlich verbessert werden. Die durch das Silber verursachte "Härte" im Hochbereich verschwindet, die Abbildung nimmt an Natürichkeit und Homogenität zu.(Quelle)

Die Feinsicherung ist ein sicherheitstechnisch bedingter Flaschenhals in jedem Elektrogerät, bei Hifi-Komponenten kann es sich durchaus lohnen, genau an dieser Stelle anzusetzen. (Quelle)

Idealerweise sollten Sie sich gleich zwei audiophile Sicherungen anschaffen: eine für die Einzelabsicherung Ihrer Anlage und die zweite als Vorsicherung für den kompletten Sicherungskasten. So ist eine kompromisslose High-End-Lösung möglich. Denken Sie aber daran, bei einem solchen Sicherungssystems immer einige Ersatz-Sicherungen bereit zu halten. Schließlich gibt es die Ersatzsicherungen nicht im Supermarkt um die Ecke...(Quelle)

Letzendlich würden bei einer Anlage Ströme transportiert und zwar bis zum Lautsprecher, der dann erst den Strom in Membranbewegung und so in Musik wandelt. Käme nun im Hausanschluss "verunreinigter" Strom an, so werde sich diese Verunreinigung ja nicht von selbst wieder reinigen, sondern bliebe bis zum Lautsprecher vorhanden. Durch so Sachen wie Feinsicherungen, hochreine Kupferkabel, vergoldete Sicherungsautomaten etc. könne man zumindest verhindern, dass den bestehenden Verunreinigungen noch neue zugefügt werden. (Quelle)

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