"Octamonic"- Messwerte
Hier ist nun ein Problem- der "Octamonic" war kein Radio wie gewohnt, mit einer satten Leistung am Lautsprecher.
Zumal zur Zeit (27-6.2025) noch Teile für den Bau der Audio- Stufen fehlen.
Empfindlichkeit:
Der "Octamonic" hat keinen niederohmigen Lautsprecher oder einen Anschluß für diesen.
So ist es nicht möglich, die Messung über die Zimmerlautstärke- Definition (50 mW am Lautsprecher bzw. dessen Ersatz- Lastwiderstand) durchzuführen.
Natürlich kann man die Messungen über den Rauschabstand ausführen.
Wenn man das sehr genau machen will, benötigt man auch genaues Equipment, und die Sache wird aufwendig und kompliziert.
Ich werde die Messungen darum etwas vereinfachen.
Grunjdsätzlich: Generator über Antennen- Ersatz an den Antenneneingang.
Ich nehme 2 Messungen vor:
1. Moduliert mit 1 kHz Sinus.
Dabei ist eigentlich egal, ob am Eingang oder Ausgang des verwendeten
Verstärkers ist.
Meßwert ist die Ausgangsspannung des Generators, bei dem der Sinus auf
dem Oszillographen- Bildschirm einwandfrei sichtbar und hörbar ist.
2. Moduliert mit Sprache am Oszillograph.
Meßwert ist die Ausgangsspannung des Generators, bei der die Sprache
gut verständlich ist.
Das entspricht einem Störabstand von 10 - 20 dB, siehe hier.
Messwerte
Empfindlichlichkeit:
50 µV für 1 kHz SInus, 100- 120 µV für gute Sprachverständlichkeit. Sehr gute Wiedergabe ab 400 µV.
Der "Octamonic" ist nicht besonders empfindlich, gute deute Geräte der 30er Jahre erreichten etwa 25- 30 µV.
Er wurde aber auch nicht als ausgesprochener Fernempfänger konzipiert.
Bandbreite:

Heute (6.7.25) habe ich den Meßplatz angeworfen, um die Bandbreite zu messen.
Wie üblich, Generator über Antennenersatz an den Eingang des "Octamonic", Oszillograph zur Anzeige der Ausgangsspannung an den Verstärker.
Ausgangsleistung ist nicht so wichtig, sondern der Abfall der Ausgangsspannung nach Verstimmung.
In der höchsten Empfindlichkeit, niedrige Generatorausgangsspannung und Rückkopplung so dicht wie möglich am Schwingeinsatzpunkt, Generator und Verstärker so eingestellt, daß die Lautstärke = 100% des skalierten Anzeigebereichs des Oszis ergibt, bei Erreichen von 0,7 der Ausgangsspannungen werden die Frequenzen abgelesen.
50 - 100 µV: +/- 1,15 kHz, also 2,3 kHz Bandbreite.
Grenzbereich, da ist auch ein "brodelndes" Hintergrundgeräusch vorhanden, welches die Audionröhre erzeugt.
300 µV : +/- 1,5 kHz, also 3 kHz Bandbreite
1- 3 mV, : +/- 3 kHz, also 6 kHz Bandbreite
Rückkopplung etwas zurück,
1,5 mV, : +/- 5 - 6 kHz, also 10 - 12 kHz Bandbreite
Rückkopplung so weit wie möglich zurück,
1- 3 mV, : +/- 8 kHz, also 16 kHz Bandbreite.
Sonderfall "Mitnahmebereich":
Im Schwebungsnull und die Rückkopplung ganz dicht HINTER dem Schwingeinsatz ist die NF geringer, und bei Verstimmung um etwas unter 1 kHz läßt die Überlagerungung sehr laut hörbar werden.
Trotz des nur 1,6 kHz breiten "Mitnahmebereichs" ist die NF eines modulierten Senders in diesem schmalen Bereich mit vollen Höhen und Tiefen zu hören, und sehr klar. Die Messung in der beschriebenen Weise kann das nicht darstellen.
Wird der Octamonic den Versprechungen gerecht ?
Damit ist die Tauglichkeit des Octamonic bewiesen.
Mit geringer Rückkopplung entspricht die Bandbreite etwa der Kanalbreite, die Rückkopplung weit zurück, ist Qualitätsempfang möglich, dann ist das Gerät aber unempfindlich, das wäre für Ortssenderempfang die richtige Einstellung.


