Die ersten Geräte mit Transistoren der ersten Generation international und DDR

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Die ersten Geräte mit Transistoren der ersten Generation- International

Die ersten Geräte mit Transistoren der ersten Generation, international

Leider muß man heute feststellen: Es gibt keine nennenswerten, größeren Serien von Geräten, die mit Spitzentransistoren bestückt waren !
Dennoch fanden sich einige Versuchsgeräte. die wahrscheinlich nicht mehr existieren.

Das erste Radio mit Spitzentransistoren- ein aufweniger Superhet

Bell Labs hatte die Erfindung am 30. Juni 1948 offiziell angekündigt (und ein "Transistorradio" demonstriert), hier die Meldung in der New York Times, die die Nachrichten in ihrem Entertainment-orientierten Abschnitt "The News of Radio" veröffentlicht, die Ausgabe ist 1. Juli 1948 (S.46, siehe blau umrissenen Abschnitt).

Leider wird nur mit einem einzigen Satz erwähnt, daß ein Radio vorgeführt wurde:
"Das Bauteil (der Transistor, Edi) wurde in einem Radio demonstriert, welcher keine der üblichen Röhren enthielt."




Das ist der Stromlaufplan, veröffentlicht in der Zeitschrift "Funk- Technik" 24/1948.

Textteil dazu:
"
Bei der erstmaligen Vorführung dieses Transistors wurde ein normaler 10-Röhren-Superhet gezeigt, in dem sämtliche Röhren durch die Halbleiter-Trioden ersetzt waren. In Abb. 5 ist die Schaltung eines solchen „röhrenlosen" Gerätes skizziert. "

In den Eingangsstufen kann man 7 Drehkondensatoren zählen, die ja gemeinsam abgestimmt werden müßten- möglicherweise ist die Darstellung der vielen Drehkondensatoren  nur eine Prinzipdarstellung.
Früher wurden oft 2 aktive Bauelemente einer Stufe als 1 Bauelement gezählt- hier vielleicht die 2 Gegentakt- Transistoren mit 1 Röhre gegengerechnet, also 10 Röhren = 11 Transistoren.


Ein Mitarbeiter der Bell Labs schrieb mir, daß man 1948 ein Demonstrationsgerät vorgestellt hatte, in welchem man "bei einem Röhrensuper die Röhren durch Transistoren ersetzt hatte".


Auf den ersten Blick zu erkennen: Dies muß ein echter Hochleistungsempfänger gewesen sein !
Das impliziert ja eine dem Röhrensuperhet sehr ähnliche Konstruktion, und tatsächlich läßt auch das Prinzipschaltbild darauf schließen.
Auch wenn der Hintergrund die sehr geringe Verstärkung der ersten, in Basisschaltung, ohne negative Basisvorspannung, also in "Dynatron"- Schaltung betriebenen Spitzentransistoren war: ZWEI (!) Hochfrequenz- Vorstufen dürften eine enorme Trennschärfe bringen.
2 Vorstufen mit 5 abgestimmten Kreisen, eine Oszillatorstufe mit 2 abgestimmten Kreisen, 3 ZF- Stufen mit 4 zweikreisigen Bandfiltern, sowie eine NF mit Gegentakt- Endstufe- das sind auf jeden Fall alles Merkmale eines Großsupers !

Es handelt sich also um einen Großsuper mit sage und schreibe 15 Kreisen !
So aufwendige Transistor- Superhets waren in der gesamten Transistor- Ära  extrem selten !

Einen so aufwendigen Superhet hat man dann jahrzehntelang nicht mehr gebaut !

Das ist er:

Bis jetzt gab es kein Bild dieses Demonstrations- Empfängers !

 
Weitere Modelle mit Spitzentransistoren

 
1949: Versuchsgerät von Westinghouse (Frankreich) mit 6 Spitzentransistoren "Transistron" bzw. "Westcrel Transistron".
Das Gerät wurde "Westcrel Receiver" bezeichnet, es müßte also ein Radio sein.
Die 4 Transistoren sind gut sichtbar unter der Plexiglas- Platte zu erkennen.
Abstimmelemente, wie ein Drehkondensator, oder sonstige radiotypische Hochfrequenz- Bauelemente,  sind nicht zu sehen, und es gibt keine Beschreibung.
Unter den Trafos scheinen nur  Übertrager- Transformatoren zu sein.
Das wäre möglich, eine brauchbare Leistung erreichte man
anfangs, aufgrund der extrem geringen Verstärkung der Spitzentransistoren in Basisschaltung, nur mit vielen gleichartigen, trafogekoppelten NF- Stufen.

Möglicherweise handelt es sich nur um den Niederfrequenz- Teil eines Empfängers, oder einen Empfänger, der nur als Monitor- Empfänger für 1 Festfrequenz gebaut wurde..

 


1952: Versuchsgerät von Westinghouse (Frankreich) mit 4 Spitzentransistoren  "Transistron" bzw. "Westcrel Transistron".
Hier sind nun alle Bauteile und Bedienelemente eines Rundfunkempfängers vorhanden.


Der Schaltplan zum 4- Transistor- Westinghouse



Detail: Die 4 "Transistrons"

 
Ein kleiner 1- Transistor- Sender von Westinghouse Frankreich mit dem "Transistron"
Vielleicht nicht so gut zu erkennen... etwa 10 cm lang.
Rechts: Detailvergrößerung des "Transistrons".



Das ist so ein "Transistron"- Spitzentransistor


1953 Versuchsgeräte Intermetall (Deutschland) in der "Funk- Technik" 1953
(Großbild hier)
Diese Geräte ähneln schon modernen Kleinempfängern.


Schaltplan
zum Intermetall- Taschenempfänger (ursprüngliche Fehler im Schaltbild korrigiert)


1954: Experimenteller Empfänger von General Electric Company (GEC) mit 3 Spitzentransistoren und 5 Junction- Transistoren.
(Quelle: "The Radio Constructor, October, 1954",
http://www.r-type.org/timeline/time-039.htm)


Ende der Spitzentransistor- Zeit
Die Flächentransistoren waren schon zur Anfangszeit der Spitzentransistoren bekannt, es dauerte aber einige Jahre, bis sich die Vorteile herausstellten, und die Technologie beherrscht wurde. Etwa ab 1960 war der Spitzentransistor abgelöst.


(von einer russischen Internetseite)

Hier als Beispiel einer der ersten Flächentransistor im schönen Glasgehäuse,
der bekannte OC71, normal schwarz lackiert, weil der Aufbau lichtempfindlich ist. 
Ohne Lack kann man bestens den Aufbau sehen.
Der OC71 wurde lange verwendet, und Amateure setzen ihn -entlackt- noch lange als Fototransistor ein.


Ein OC71 von 1954 (Großbild hier)
Ihn so in eine Schaltung einzubauen, würde allerdings Fehler verursachen, wenn der Transistor Licht bekommt.

Hier wird auch die in gezeichneten Skizzen dargestellte, unterschiedliche Größe der Emitter- und Kollektor- "Pille" deutlich.


Die ersten Geräte mit Flächentransistoren

Hier einige der ersten Geräte mit Flächentransistoren- danach wurden Millionen und aber Millionen Radios und andere Geräte mit Flächentransistoren und deren Weiterentwicklungen gebaut.

In der DDR- Kinder- und Jugend- Zeitschrift "Jugend und Technik", Heft  04/ 1956  wurde dieses Demonstrations- Messemodell gezeigt.


Demonstrationsmodell eines Transistor- Empfängers. von Graetz, auf der Funkausstellung Düsseldorf 1955.

Der Autor Ing. Huns Köppen, der z. B. durch sein Buch "Gebrauchsverlängerung von Rundfunkröhren" in Fachzeitschriften bekannt war, hatte dies in der JuT veröffentlicht.

Wie bei Demonstrationsmodellen üblich, ist das Gehäuse durchsichtig (Plexiglas), und sogar formmäßig ähnlich den bis dahin üblichen Bakelit- oder Kunststoff- Radiogehäusen.
Es handelt sich damit sicher um ein reines Demonstrationsgerät- es wurde nie gebaut.

Das Foto zeigt, daß der Drehkondensator 3 getrennte Kammern hat, es gibt 4 Zwischenfrequenzbandfilter (= 3 ZF-Stufen) sowie 2 Transformatoren / Übertrager und Lautsprecher. Zu sehen mindestens 11 Kreise (3 x Drehko, 4 x 2- kreisige Bandfilter)

Hier ist ein Bericht mit Fotos von J. Dehne über das Gerät.



1954: Regency TR-1, 4 Transistoren, 5 Kreise, Das Kunststoffgehäuse gab es in verschiedenen Farben- ein hübsches Taschenradio, das man -vom Aussehen her- sicher auch heute noch verkaufen könnte.


Regency's in vielen schicken Farben

  
"Regency" gab es auch als Editions- Ausgaben, in speziellen Farbgebungen.


Und es gab sogar "Regency"- Nachbauten ("Clones"), hier von Bulova & Mitchell


1957: Akkord "Peggy", 5 Transistoren, 5 Kreise

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