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Audios von alten Radios aufnehmen

Audios von alten Radios aufnehmen

Ich habe mich recht intensiv mit der Audiosache befaßt. Ich kenne auch Kunstkopf, gab in der DDR damit eine Zeit Versuche.

Ich habe brauchbaren Aussagen eines professionellen Tontechnikers, sowie andere Untersuchungen mit meinen Schlußfolgerungen ergänzt, und eigene Untersuchungen gemacht.

Ergebnis:
Kunstkopf ist ungeeignet.
Grund: Setzt IMMER KOPFHÖRER voraus. Und die hat nicht jeder.
Und: Über Boxen klingt das grausam.
Grund: (beabsichtigte !) Reflexionen am künstlichen Ohr, die "frühen Reflexionen" ("early reflections").
Das Signal ist auch nicht mehr zu entzerren.

Im normalen Raum, in Hörerabstand, und Wiedergabe über Boxen... geht auch nicht.
Obwohl man doch sein eigenes Radio gut hören und beurteilen kann.
Komisch, nicht ?
Grund: Es wird IMMER die Eigenschaft des Schallerzeugers im Raum, sowie die Eigenschaften des Raumes, abgebildet, vor allem Reflexionen von Wänden.
Und das menschliche Gehör (Ohr und Gehirn !) kann die "späten Reflexionen" selektiv wegblenden !
Bei der Wiedergabe sind Schallerzeuger und Raum jedoch mit anderen Eigenschaften versehen, nun nimmt das Mikrofon die späten Reflexionen wahr, weil sie gänzlich anders sind, sie werden sozusagen als Fälschung, oder nicht übereinstimmend, erkannt !
Das erzeugt den "Waschküchen- Klang". Waschküchen gab es früher in Mietshäusern, meist Betonboden und sehr harte, reflektierende Wände.

Es geht so:

Das KOMPLETTE  Schallereignis ab Erzeuger abgreifen, ohne Reflektionen oder andere Beeinflussung.
Dann das Signal transportieren, und wiedergeben.

Dann erzeugen die Boxen in "ihrem" Raum ihr eigenes Schallereignis, mit allen Reflektionen, und das Gehör des Hörers kann wieder erfolgreich filtern.

Wenn der Schallerzeuger ein kompliziertes Abstrahlungsdiagramm hat, also mit verschiedenen Frequenzbereichen nach verschiedenen Seiten abstrahlt, ist das so nahezu unmöglich wiedergebbar, es sei denn, man würde für jede Abstrahlung einen Kanal haben, und eine gleiche Abstrahlung am Wiederrgabeort ermöglichen, etwa eine Boxensäule mit gleichen Abstrahlrichtungen.

Da Letzteres einen extremen Aufwand erfordert, ist es besser, ALLE Frequenzen ALLER Abstrahlrichtungen genau gleich zu erfassen, und zusammenzuführen.

So kann zwar nicht die Abstrahlung des Original- Schallerzeugers simuliert werden, aber der Frequenzgang, wenn der Schallerzeuger als Punktschallquelle -EIN Lautsprecher, früher für Studio- Abhöreinrichtungen der Standard- betrachtet wird.
Es ist also nötig, das Schallereignis so nah wie möglich, und mit möglichst Null Reflektionen, aufzuzeichnen, und zwar von allen abstrahlenden Lautsprechern, in genau gleichen Abständen aller Mikrophone, mit gleichen Pegeleinstellungen.

Das leistet ein Mischpult mit 4 Eingängen, sowie 4 guten Mikrophonen. Es müssen auch wirklich gute Mikros sein, die sind nicht mal besonders teuer. Kondensator- Meßmikrophone gehen, wenn das Mischpult eine Phantomspeisung ermöglicht,, auch gute Gesangsmikrophone mit erweitertem Höhenbereich sind geeignet, und sind nicht unbedingt horrend teuer.
Dinger für 5- 20 Euro allerdings... sind Kinderspielzeug.
Die Wände des Abhörraumes sollten "weich" sein, etwa mit flauschigen Decken und Gardinen behangen. Es muß kein "schalltoter Raum" sein. (schalltot gibt es ohnehin nicht.).

Als günstigenAufnahmeabstand konnte ich 30 cm ermitteln- möglichst genau in der Mitte des ankommenden Schalls.

Näher "überfährt" der austretende Schall das Mikrophon, weiter weg hat man schon hörbar Reflektionen von Wänden.
Die vereinfachte Methode ist die Aufzeichnung mit nur 1 Mikrophon, 30- 100 cm vor dem Gerät. Das ist aber suboptimal, wenn z. B.Hochtöner seitlich abstrahlen, deren Höhen fehlen dann, weil das Mikrophon hauptsächlich vom Frontlautsprecher angestrahlt wird. Bei  einem größeren Abstand als 30 cm hat man die in anderen Richtungen abgestrahlten Frequenzen zwar teilweise wieder im Signal, aber dafür dann wieder die Wand-Reflektionen.
Das mit mehreren Mikrophonen aufgenommene und zusammengemischte Signal enthält den gesamten Frequenzgang, auch wenn das so in der Realität nicht gehört werden kann, weil man ja nicht mit den Hörer- Ohren "um das Gerät herumsitzen" kann.So kann man  jedoch das Signal, welches keine größeren Verfälschungen enthält, über die eigene Stereoanlage wiedergeben, die Wiedergabe erzeugt dann eine eigene Akustik ds Wiedergaberaums- das Gehör des Hörers wird nicht durcheiandergebracht, und so kann man auch gut ein Gerät mit anderen vergleichen.

 

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