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Forschungsprojekt Audion Pendler Teil 4- Zweiter Meßmarathon

Forschungsprojekt Audion Pendler Teil 4- Zweiter Meßmarathon

Ich bekam von einem Radiofreund einen Hinweis auf den Gitterkondi.
der war goldrichtig- ich habe nämlich versehentlich einen zu großen Kondi eingebaut (250 pF).
Damit ist das häßliche Kreischen weg- das Aufheulen, wie es die VE`s haben ist noch da, aber da muß ich die Rückkopplung weit aufreißen.

Der Bereich um den Schwingeinsatz ist noch weicher geworden, ich weiß manchmal gar nicht, ob das Audion schwingt oder nicht, oder ob ich im Schwedungsnull bin !

Und- die Bandbreite ist sogar hörbar geringer machbar, bis der Ton dumpf/ "hohl" klingt. Für mich plausibel, mit einem größeren Kondensator war der Eingang fester an den Schwingkreis gekoppelt, belastete diesen zusätzlich -> Bandbreite größer -> Trennschärfe geringer.

Den 200 pf von Anode nach Masse weglassen, habe ich gemacht.
Der Kondi soll, den meisten Beschreibungen zufolge, dafür sorgen, daß die Rückkopplung immer am gleichen Punkt einsetzt.
Das tut sie nur fast.
Ohne den Kondi ist der Bereich allerdings wirklich größer.
Die Rückkopplung ist auch nicht mehr so weich, schwieriger einzustellen.
An der Empfangsqualität ändert es nichts.

Ich bin mit der Empfangsleistung auf Kurzwelle angenehm überrascht.
Wenn man eine gute Rückkopplungseinstellung gefunden hat, kann man ein ganzes Rundfunkband durchdrehen, ohne die Rückkopplung betätigen zu müssen, Sender neben Sender, dicht an dicht.

Bitte hierzu die unten verlinkte Aufzeichnung (von gestern abend) hören, einfach mal übers 31 m- Band gehuscht, und einige Sender überwählt, andere mal kurz herangeholt.

Kaum ein Unterschied zu dem hier auf dem Tisch stehenden 6- Kreis- Röhrensuper.
Und das mit 1,5 m Antennendraht im Wohnwagen !!!

Ich denke, bei mir zu Hause, ohne starken Mittelwellen- Ortssender, werde ich auch auf Mittelwelle gute Ergebnisse haben.

 So, hier die versprochene Darstellung/ Messung der Bandbreiten.

Ist nicht so einfach, das Wobbelsichtgerät arbeitet halbmechanisch (!).
Als Wobbler (50 Hz- Frequenzmodulator mit hohem Hub) arbeitet ein "Schwingkondensator", ein Kondensator mit einer Membran, ähnlich einem Kondensatormikrophon.
Bei extrem niedigen Hub ist die Darstellung für Foto recht unstabil, dicke oder mehrere Linien nebeneinander.
Aber mit mehreren Fotos geht es, eins ist immer brauchbar.

Hier nun die Darstellung mit/ ohne Rückkopplung bei 10.000,000 KHz, mit einer extern eingespeisten, hochpräzise gemessenen Frequenzmarke (Generator 2039 aC + Frequenzzähler Tscha 3-54).

Die Rückkopplung bewirkt eine gewaltige Resonanzüberhöhung, die Kurvenspitze ist extrem weit über dem Bildschirm, ich muß den Pegel des Wobbelsichtgerät- Eingangs weit herunterdrehen, außerdem habe ich den Frequenzversatz bei Anziehen der Rückkopplung am Drehko ausgeglichen. (der Frequenzversatz ist nur nur so hoch, wenn man einen weiten Bereich des Rückkopplungsdrehkos überdrehen muß, um die Rückkopplung eben so weit wie möglich herunterzudrehen.

Ansonsten bleiben die Einstellungen am Wobbelsichtgerät, der Wobbelhub und gezeigter Frequenzbereich unangetastet.

Beeindruckend die Reduktion der Bandbreite des Audions- vom "breiten Berg zur spitzen Nadel" !
An der Darstellung ist nichts "gezaubert".

Für die Messung bei 3 dB Abfall mußte ich die Kurven weit dehnen, das habe ich nicht fotografiert, weil ich die Bedienelemente des Meßequipments betätigen mußte.
Die Ergebnisse, 3 dB- Bandbreiten (Spitzenwert x 0,707):

Bie Ausgangspegelsteller des Wobbelsichtgerätes auf 40 dB Dämpfung: 600 KHz ohne Rückkopplung
Bie Ausgangspegelsteller des Wobbelsichtgerätes auf 40 dB Dämpfung: 70 KHz mit Rückkopplung

Bie Ausgangspegelsteller des Wobbelsichtgerätes auf 60 dB Dämpfung: 400 KHz ohne Rückkopplung
Bie Ausgangspegelsteller des Wobbelsichtgerätes auf 60 dB Dämpfung: 35 KHz mit Rückkopplung

Wie Smiley46 vorhersagte- bei geringerem Pegel ist die Bandbreite geringer.
Allerdings ist die Einstellbarkeit grenzwertig, Rauschen und andere Störeinflüsse lassen die Kurven extrem wackeln.

Die Durchlaßkurver wird bei Rückkopplung tatsächlich schmaler ! Und sogar an den Fußpunkten der Kurve !
Das habe ich nun gar nicht erwartet !

Ursächlich dürfte ein erheblicher Anstieg der Flankensteilheit sein, denn nur eine Verstärkungserhöhung/ Pegelerhöhung läßt ja alle Verhältnisse mitwachsen, die Bandbreite bliebe gleich.
Und genau das soll ja eigentlich gar nicht möglich sein.
Das Wobbelsichtgerät stellt dies jedoch, und in Echtzeit, dar.
Selbst grobe Meßungenauigkeit unterstellt... da die Frequenzachsen des Sichtgeräts unverändert blieben, ist eine erhebliche Bandbreiteneinengung eindeutig feststellbar.

Die starke Veränderung der Bandbreite zwischen ohne/ mit Rückkopplung läßt sich beliebig wiederholen, ich mache noch Darstellungen der anderen Wellenbereiche.


Messaufbau


Ohne Rückkopplung, 10 MHz- Marke auf der Spitze der Kurve


Mit Rückkopplung kurz vor dem Schwingeinsatz

Mittelwelle. 1000 KHz.
Noch besser. Hier habe ich mal die 1 MHz- Marke der Vergleichslinie des 2. Kanals in die Kurve gestellt.

Hier ist ohne Zweifel eine erhebliche Einengung der Bandbreite erkennbar- die 1 MHz- Marke bleibt ja, da die Hubeinstellungen des Wobbelsichtgerätes nicht angefaßt wurden, gleichgroß.

Und auch hier- komplette Einengung der Kurve bis zu den Fußpunkten.

3 dB- Bandbreite gemessen: Ohne RK: 34 KHz Mit RK 8 KHz.
Ich möchte mal sagen... das sind ja richtig gute Werte ! Da dürfte beim Sender die Bandbreite schon etwas beschnitten sein, was ja auch tatsächlich so ist, man höre die Audios.


Komplette Einengung der Kurve bis zu den Fußpunkten.

 

 

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