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Forschungsprojekt Audion Pendler Teil 5- Dritter Meßmarathon

Forschungsprojekt Audion Pendler Teil 5- Dritter Meßmarathon

In der Zwischenzeit gab es eine Diskussion, ob der Schwingkreis selbst in Form der Entdämpfung beeinflußt wird, oder die nachfolgende Schaltung dies tut.

Meine Meinung:
Erst nach dem Durchlauf durch die verstärkende (und rückkoppelnde) Stufe ergibt sich dann ein Bild, als ob ein schmalerer Schwingkreis vorliegt.

Wenn es einen Unterschied zwischen den Verhältnissen am Schwingkreis und den am Audion (-Ausgang) gibt, könnte der doch evtl. sichtbar gemacht werden ?

Das könnte man doch mit einem 2- Strahl- Sichtgerät mit gemeinsamer Zeitbasis darstellen.
Und BWS1 ist ja sowas !
Also die dicke Röhrenmaschine angeworfen.

Mit einem kleinen Kondensator an den Schwingkreis, Tastkopf ran, der NF draus macht.
Der Audion- Ausgangs- Koppelkondensator war ja sowieso schon an einem NF- EIngang des Wobbelsichtgeräts.

Dann einen Pegel eingestellt, der eine gleiche Höhe beider NF- Kanäle gestattet.

Voilá- tatsächlich ist die Kurve am Schwingkreis breiter.
Auch bei der Messung "ohne Rückkopplung", das liegt aber daran, daß die Rückkopplung ja nicht Null, sondern nur weit heruntergedreht ist.

Der Unterschied zwischen den Verhältnissen am Audion- Schwingkreis und dem Audion- Ausgang ist nicht sehr groß, das erwartete ich nicht, da ja der Schwingkreis bereits einen Teil Energie durch die Rückkopplung zurückbekommt, immerhin ist er aber noch deutlich sichtbar.


Skizze- so habe ich gemessen.


10 MHz ohne RK


10 MHz mit RK


1 MHz ohne RK


1 MHz mit RK

Das mit dem Schwingkreis und dem Audionausgang ließ mir weiter keine Ruhe.

Wenn das Audion ganz ohne Rückkopplung arbeitet, sollte ja am Schwingkreis und am Ausgang eine nahezu gleiche Durchlaßkurve vorliegen, nur eben mit verschiedenen Pegeln.
Also noch mal gewobbelt.

Rückkopplungsweg komplett unterbrochen (am Spulensatz abgelötet).
2- Kanal- Messung, wie im Beitrag davor.
Ankopplung über Teilerkopf/ Gleichrichter- Tastkopf plus kleine Kapazitäten (100 pF an der Antenne, 8 pF am Schwingkreis, um bei ausreichendem Anzeigepegel die Schwingkreisbelastung so gering wie möglich zu halten.

Ich denke, die sichtbare Kurve (Mittenfrequenz um 1 MHz) läßt keine Fragen mehr offen.

Die Ergebnisse des Funkfreundes waren nahezu gleich.

Ich konstatiere mal die Ergebnisse unserer Messungen:

Ohne Rückkopplung: Durchlaßkurve am Schwingkreis = Durchlaßkurve hinter Audion, die Durchlaßkurven sind nahezu deckungsgleich.

Mit Rückkopplung: Breite Durchlaßkurve am Schwingkreis, schmale Durchlaßkurve am Audion- Ausgang. Je mehr Rückkopplung, desto schmaler ist die Kurve am Ausgang.


Bei 1 MHz, das sind 2 Kurven, nahezu deckungsgleich übereinander.


bei 10 MHz, ebenfalls 2 Kurven, ebenfalls nahezu deckungsgleich übereinander.


Zusammengefaßt:
BISHERIGE ERGEBNISSE AM AUDION:

Die Audion- Durchlaßkurven der vorstehenden Beiträge könnte man m. E. als ziemlich guten Nachweis der Trennschärfe- Erhöhung (Bandbreiten- Verringerung, höherer Verstärkung, usw.) infolge Rückkopplung betrachten.

Die Audios und die Simulator- Grafiken von Bernd beweisen m. E noch mehr.: Die Trennschärfeerhöhung bringt nicht nur eine Verbesserung zum unmittelbaren Nachbarkanal (wobei der 9 KHz- Abstand ja eine willkürliche Festlegung ist), sondern bei Vorhandensein eines starken Ortssenders eine enorme Anhebung schwacher Sender, auch über den Frequenzabstand mehrere Kanäle. Das ist für mich Weitabselektion ! Jedoch nicht zu verwechseln mit der Definition der Weitabselektion beim Superhet, wie schon weiter vorher beschrieben.

Der Artikel in RMorg bezieht sich m. E. allein auf die Verhältnisse am Schwingkreis, nicht auf die Gesamtschaltung.
Daß der Schwingkreis physikalisch unverändert bleibt, war allerdings unbestritten, wie denn auch.
Obwohl man es ja vielleicht so lesen könnte.
Das hat es in den vergangenen Jahrzehnten aber sicher auch niemand behauptet, denke ich.
Das Vorhandensein einer Nutzfrequenz- Resonanz am Abstimmkreis ist natürlich Voraussetzung, von nichts kann nichts rückgekoppelt werden.
Das alleinige Vorhandensein einer "angezogenen" Rückkopplung ohne Empfangspegel geht genauso ins Leere, wie eine Regelspannungserzeugung/ Abstimmanzeige ohne Nutzsignal.

Die Audion (-Gesamt ) Schaltung) hat eine eindeutig schmalere Durchlaßkurve mit Rückkopplung. Auch gehörmäßig ist die Bandbreite bei maximal angezogener Rückkopplung beschnitten, die bekannte, dumpf und "hohl" klingende Wiedergabe.
Das Audion zeigt also, von 2 Teilnehmern in Versuchen meßmäßig bestätigt, was dem Audion seit Anbeginn zugemessen wird. Es gibt da nichts zu korrigieren.

Wie sieht's aus... ist jemand anderer Meinung ?
Kann man die Versuchsergebnisse anders interpretieren ?
Sollte man noch weitere Messungen durchführen ?
Noch ist der Versuchsaufbau zur Verfügung.

Ich muß allerdings auch feststellen, daß die Darstellung mit dem Wobbler nicht so einfach ist, das verwendete Gerät macht ja noch alles "zu Fuß", es gibt keine hochstabile Frequenzachse, keine Fangschaltungen, geschweige denn die Einstellbarkeit und Konstanz heutigen, digitalen Equipments. Der enorme Pegelunterschied der Betriebsfälle ist zu beachten.
Die Audionschaltung ist sehr empfindlich betreffs jeder Art von Belastung des Schwingkreises, was ja bekannt und normal ist, schon eine andere Antennenlänge beeinflußt wesentlich die Empfangseigenschaften durch Dämpfung und EInfluß der Kapazität/ Induktivität, was Verstimmung mit sich bringt, abgesehen von den Empfangseigenschaften der Antenne selbst.

Eine ideale Darstellung für die Betriebsarten: 1. komplett ohne, 2. teilweise und 3. volle Rückkopplung kann es nicht geben.
Ich denke, das uralte Meßequipment war dennoch hilfreich.

Zuschrift eines Radiofreundes:
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Die Frage ist jetzt, wodurch der Effekt zustande kommt (Effekte, die man versteht, kann man nutzen). Einen Effekt der Amplitude auf einen passiven Schwingkreis kann ich mir nicht vorstellen. Aber könnte es sein, dass ein Signal genauso einen Einfluss auf die Güte hat, wie die Rückkopplungseinstellung selber? Befindet sich die güteerhöhende Schaltung bei einem starken Signal währen einem großen Teil der Zeit nicht am optimalen Arbeitspunkt? Falls ja, könnte man die Schaltung optimieren, um immer die schmale Bandbreite zu erhalten?
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Es gab etliche Bemühungen, diese Effekte zu nutzen, die machen das Audion dann aber komplizierter.
Solche Schaltungen nehmen dem Audion seine Unschuld... laughing

Das wären dann Schaltungen mit einer Vorstufe, aperiodisch, besser mit Vorkreis, evtl. mit Trennstufe, noch besser geregelt.
Es ist oimmer ein Kompromiß zwischen niedrigem Eingangspegel und geringer Bandbreite und hohem Ausgangspegel, höherer Bandbreite, bei erhöhtem Rauschfaktor durch eine Vorstufenröhre.

Zum Audion mit Vor- und Trennstufe habe ich eine interessante Schaltung,
bei Interesse unter "Bauanleitungen/ Einkreriser mit doppelter Rückkopplung" hier klicken.

 

 

 

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