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Forschungsprojekt Audion Pendler Teil 8-Vom Audion zum Pendler

Forschungsprojekt Audion Pendler Teil 8- Vom Audion zum Pendler

Ich bin mit dem Audion soweit erst mal durch, inzwischen schon an der Pendeloszillatorstufe beschäftigt.

Auch wenn einige Tage frei waren, habe ich nicht so viel Zeit gehabt... und der Pendeloszillator will nicht schwingen.

Der alte Mittel/ Langwellenspulensatz von Tiede macht es in der angegebenen Schaltung (noch) nicht.
Nun ja... die Spulendaten sind ja etwas anders. Und wahrscheinlich muß ich das genau wie die Audionstufe machen, mit Gitterwiderstand und -Kondensator. Wahrscheinlich werde ich da Oszillatorleistung einbüßen.

Das macht aber nichts, ich benötige nicht viel Oszillatorleistung, die Schwingung soll ja die Anodenspannung des Audions nur mittels geringem Spannungshub um den Rückkopplungs- Schwingeinsatz pendeln lassen.

In der nächsten Phase soll die Pendelschwingung dann direkt an ein unabhängiges Röhren- Steuergitter geführt werden.
In dem Falle ist ohnehin nur geringe Leistung erforderlich, wir erinnern uns... Röhren = leistungslose Steuerung.
Die Pendelsteuerung mittels zweitem Gitter möge dann eine Heptode übernehmen.

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So, Versuchsstufe Pendler ist jetzt gestartet.

EL95 als Triode, Schaltung wie oben.
Hatte keine Novalfassung, aber eine gute, keramische 7- Stift- Fassung war da. Also so eine kleine Funzel aufgepiekt, die sollte reichen.

Ich habe Meißner probiert... nichts.
Dann Gitterkombination... auch nichts.
Bei Messen des geteilten Anodenwiderstands (100 K + 50 K) habe ich am 50 K zum Elko 100 V gemessen- und bei der Messung sprang der Pendeloszillator endlich an !

Also in die Projektteile- Kiste gegriffen, und die Anodenspannung HF- mäßig an der Verbindungssetelle 100K/ 50 K mit einem tollen Papier- ERO 47 nF geblockt .
Ja... Papier...
Ist ein als "gut" gemessener Kondi, NOS- Teil, ich habe eine kleine Kiste mit solchen Teilen geschenkt bekommen. Für Versuche gehen die.
Siehe da... ein bildschöner Sinus, um die 80 KHz. mit Schwingkreis- Kondensator 1000 pF.
Auch Papierkondi: Sikatrop, weißes Porzellanrohr mit Metallkappen beidseitig.
Sikatrop sind aber echt gut- Top Qualität. Ich hatte nie einen elektrisch voll defekten Sika ! Auch in Punkto Isolationswiderstand sind die Dinger brauchbar, mit mäßigen Toleranzüberschreitungen (des Isolationswiderstands !), die sie noch ihre Funktion erfüllen lassen, i. d. R. zwischen 20 und 30 %.
Mein Meßgenerator ist voll mit den Dingern, und das Gerät aus den 60ern funktioniert bestens.

Mit einem Parallel- Kondensator von 4,7 nF (Sika) erreiche ich 52 KHz Pendelfrequenz... die lasse ich vorerst.

Die Pendelschwingung gedenke ich per Spulenkoppler- Schwenkerwicklung auf die Anodenspannung aufzulegen. Bisher ist die Wirkung gering, die Schwingamplitude reicht noch nicht, die Pendelung findet nopch mit sehr geringem Hub um den Schwingeinsatz statt.

Immerhin funktioniert es, Sender auf KW lassen sich schon mal besser einstellen. Im Moment sendet ein Sender mit hoher Bandbreite- Top Klang.

Ich optimiere jetzt erst mal weiter.

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So, die Kopplung mit der Pendelstufe funktioniert jetzt.
Die Ausgangsspule des Kopplers nicht in die Anodenleitung eingeschleift, sondern an das kalte Ende des Schwingkreises.
Damit kann die geringe Spannung, die die Koppelspule induziert, über den empfindlicheren Röhreneingang nun steuernd auf den Arbeitpunkt wirksam werden.

Die Wirkung ist teilweise beachtlich !

Und zwar genau dann, wenn der Hub gering ist, also wirklich nur wenig um den Schwingeinsatz pendelt.
Leider ist das nur für 2/3 bis 3/4 des Drehkoweges der Fall, die Rückkopplung müßte über den gesamten Drehbereich den gleichen Einsatzpunkt haben.
Ob bereits eine geringe Schwingung entsteht, konnte ich mangels Oszillographen nicht prüfen, mache ich noch.
Es wirkt etwa so, als ob der Rückkopplungsdrehko auf einem größeren Bereich auf den Punkt höchster Empfindlichkeit "nachgeführt" wird.
Dem ist natürlich nicht so.

Dennoch ist es beim Durchdrehen des Drehkos, als ob ich beim Vergleichssuper (NORA, 6- Kreiser) den Drehko durchdrehe:
Trotz kurzer Antenne (1,5 m) ist der Empfangsbereich volll, ein Sender neben dem anderen.
Scheinbar ist eine hohe Trennschärfe vorhanden- kaum Unterschied zu dem Super, auch sehr schwache Sender können zielgenau eingestellt werden.
Das ist insofern erstaunlich, als der Pendler eigentlich eine geringere Trennschärfe haben soll. Dies ist allerdings meist bei Schaltungen mit großem Pendelhub angegeben.

Bei großem Hub der Pendelfrequenz wird bei meinem Aufbau der Empfang schlechter, hohes Rauschen und Interferenztöne.

Auf Mittelwelle ist die Wirkung sehr gering bis null, Interferenzen hörbar, bei Langwelle geht es gar nicht, da sind nur Interferenzen zu hören, die dürften von der Pendelfrequenz herrühren.

Also teilweise Erfolg, aber von der beschriebenen Funktion ist die Sache noch entfernt. Es gibt noch sehr viel zu optimieren.

Ich berichte weiter.

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Zu Hause, an der 40 m langen Langdrahtantenne, ist der Pendler nun, erwartungsgemäß, nicht mehr so trennscharf, wenngleich durch etwas Probieren mit Pendelfrequenz- Einkopplungspegel und Rückkopplung eine Einstellung gefunden werden kann, die ebenfalls -ohne die Rückkopplung neben der ABstimmung zu ändern- "Station neben Station" empfangen läßt.

Jetzt wesentlich lauter, nun sind aber doch schon Interferenzen hörbar, insbesindere das 5 KHz- Nachbarkanalpfeifen.
(Ich erinnere mich: Dafür hatten Radios früher die Luxemburg- Taste", Radio Luxemburg auf 49 m war ein sehr beliebter Reiosesender, überall ampfangbar, aber mit 5 KHz- Interferenzpfeifen gestört, welches eine 5 kHz- Sperre unterdrückte.
Dennoch kann man auch schwächere Stationen anheben.)

Mehr Pegel- mehr Störungen. Es wäre eine verstellbare Dämpfung der Antennen- Eingangsspannung ratsam.

Ich bin von den Kurzwellen- Eigenschaften des Pendlers mit nur 1 Kreis ganz angetan.

Messungen kann ich nicht machen, da ich im Moment wegen Bauarbeiten Strom aus einem Notstromaggregat ziehe, da ist ein erheblicher Störpegel mit drauf.
Wird aber noch gemnacht.

Hier mal schnell die aktuelle Schaltungskonfiguration.

Einkopplung der Pendelfrequenz am kalten Ende der Schwingkreisspule(n), es reicht damit eine geringe Pendelspannung.
Die Pendelfrequenz ist auf der Primärseite des Kopplerspulensatzes festgelegt, es wird also der Hub einstellbar.

Im Moment ist nur für KW geschaltet.

Ideal ist ein mittlerer Hub.
Zuviel Hub: Starke Interferenzen, Rauschen und Störungen, die starken Sender sind breit, und machen alles platt.
Zuwenig Hub: Wandernder Rückkopplungspunkt.
Mittlerer Hub: über mehr als 374 des Drehko- Bereichs muß die Rückkopplung nicht nachgestellt werden, es erscheint Sender neben Sender, auch schwache Sender sind trennscharf zu empfangen.

Der günstigste Punkt ist sehr feinfühlig zu suchen. Dann aber macht die 1- Kreis- Pendelschaltung schon was her, wie beschrieben, subjektiv trennscharf, nahe an den Fähigkeiten des 6- Kreis- Uralt- Supers.

Ich habe damit 4 HF- Bedienelemente: Wellenbereichsschalter, Abstimmung, Rückkopplung, Pendelhub.
Fehlt noch variable Antenneneinkopplung für die Verwendung einer guten Langdraht- Antenne.

Dennoch für einen Hobby- oder Amateur- Kurzwellen- Empfänger nicht so unüblich, viele Stellmöglichkeiten zu haben.

Daß der Pendler mit mehr Rauschen aufwartet, kann ich bei der Einstellung mit ausgewogenem Hub nicht bestätigen.
Ich vermute, daß ist in dem Falle so, wenn die Schaltung ein Selbstpendler ist, der die Röhre dann voll aussteuert -Prinzip "Verstärkung mittels Schwingungslawine".
Diesen Punkt will ich normal nicht erreichen, aber evtl. die Möglichkeit haben, weil ja m. E. erst dann eine "Impulsbreitenmodulation" auftritt, die zwar ebenfalls zur NF demoduliert wird, aber infolge des Aufreißens der Röhre ist ohne Signal dann das beschriebene hohe Rauschen da.

Demnächst also weitere Messungen und Tests, ich möchte auch mal das hochfrequente Ende des Mittelwellenbereichs testen.

 

 

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