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Nach- Restauration Graetz 48 GW, Teil 5

Nach- Restauration Graetz 48 GW, Teil 5
(Fotos unten)

So, der 48 GW ist fertig. :-)

Na ja, fast, oder doch...
Eigentlich könnte noch die Netzgleichrichterröhre CY 1 rein, die habe ich von einem netten DRFler bekommen.
Aber da muß ich wohl erst einen kleineren Doppelelko reinbauen.
Original 8 MüF Lade + 24 MüF Sieb. Sowas gibt's nicht, war wohl auch einmalig.
Unter'm Chassis möchte ich keinen radialen Elko einbauen. Also Doppelelko.
Die Sieb- Kapazität möchte ich schon haben, also müßte der Ladeelko diese auch haben, damit größer werden..
Um die 2 x 24 MüF gibt es jedoch nicht. Ich denke, 2 x 32 MüF sollte gehen, einen 32 MüF Ladeelko müßte die CY 1 verkraften können, ist ja direkte Heizung.

Ich habe eine kleine Dokumentation mit Fotos gemacht.

Die üblichen Arbeit: Die "Große Kondensator- Kur"..
Mit den „Edi- Phantasie- Kondis“, die sich an Kondensatoren der 3oer/ 40er orientieren, diese haben mein Design und Logo, und passen von der Größe her perfekt an die Stelle der alten „Teeries“.
Dank des hervorragenden Werksfotos konnte ich die Bestückungsweise nachvollziehen, so dass das Chassis von unten fast werksmäßig aussieht.

Als Lehrling habe ich etliches gewechselt, ich denke, die keramischen Sikatrop- Kondensatoren waren nicht drin, die habe ich eingebaut, sah jedenfalls nach nachgelöteten Lötstellen aus, die meisten Lötstellen waren mit rotem Kontroll- Lack markiert, diese nicht (mehr).
Waren aber noch jede Menge Teerkondis drin, und 2 Elkos, die waren nun total taub.

4 Glimmerkondensatoren hatte ich bereits in den ZF- Bandfiltern gewechselt, 2 fanden sich auf der Wellenschalterplatte, sowie 1 niedrig- kapazitiver Teerie daneben, diese habe ich durch gute, keramische Hescho- Kondensatoren ersetzt, da habe ich noch einen kleinen Vorrat an neuen und gebrauchten.
Diese alten Röhrchenkondensatoren sind hervorragende Qualität, und halten ewig. Niemals wegschmeißen !

Dann: Wellenschalter warten.
Der Nocken- Wellenschalter war jedoch gar nicht mit Werkzeugen oder Kontaktmitteln zu behandeln, der funktionierte tadellos ! Ich habe ihn nur beim Abheben der Wellenschalter- Platte (wegen der Reparatur der Kernschrauben) 1 x mit dem Lappen abgewischt.
Keine Kontaktprobleme. Nach 74 Jahren !!!

Danach die üblichen Wartungsarbeiten, Zugang schaffen, reinigen & schmieren.
Nie vergessen: Skalenseil- Führungen fetten ! Danach läuft die Abstimmung leicht und präzise.
Der 48 GW- Skalentrieb ist hervorragend gebaut- ein haardünnes Stahlseil führt den Zeiger, diese Art Zeigerführung ist dehnungsfrei, und äußerst präzise. Die Drehko- Scheibe hat noch ein textiles Seil, welches nur um die Knopfachse geht, dieses hält lamge, da es nur wenig beansprucht wird.
Ebenfalls Präzision: Die Führung der Wellenbereichs- Anzeige.

Zum Schluß die Skale wieder aufgesetzt, magisches Auge justiert.

Jetzt spielt mein altes Maschinchen wieder. Power wie am ersten Tag.
Ich bin erstaunt, wie empfindlich und trennscharf der 5- Kreis- Super ist. (6 mit Oszillator).
Da macht AM- Hören richtig Spaß.
Und er hört sich auch an, wie ich es von reinen AM- Supern erwarte- schöner, satter Klang.
Die CL 4 gibt anständig was her, der Lautsprecher kann auch Druck machen, und lässt die Bespannung zittern.
Auch die Bandbreitenverstellung funktioniert, wenn auch etwas schwach- aber ist ja nur auf 1 Bandfilter wirkend, bei einem 5- Kreiser.

Das Gehäuse war von Hause aus wenig glänzend, viel Holzreiniger und Möbelpolitur haben es ansehnlich gemacht. 

Nein, was Besonderes hat der 48 GW eigentlich nicht. Trotzdem ein beeindruckendes Gerät,
und für einen Allstrom- Vorkriegs- Super erstaunlich leistungsfähig.


Ich weiß nicht, ob jemand hier einen 48 GW besitzt- ich habe die Unterlagen, die mir Jupp spendiert hat, und meine Unterlagen zusammengeführt, bearbeitet, und Fehler korrigiert, weiterhin die hervorragend aufgelösten Werksunterlagen, Fotos und Pläne -wie bei mir üblich- auf Postergröße 4 x A4 und 6 x A4 (!) vergrößert, natürlich überlappend, zum perfekten Aufeinander- Kleben (jeweils einen Streifen zur Nebenseite abschneiden), und alles mit einer schönen Phantasie- Deckseite „made by Edi“ zu einer Service- Mappe zusammengefaßt, und stelle unten zum Download.

Warum die Postergröße ? Es arbeitet sich hervorragend damit ! Ohne Brille, ohne Lupe, alles sofort erkennbar. Und mit dem PDF kann man jederzeit auf jedem erreichbaren Drucker eine neue Arbeitsvorlage herstellen.

Edi

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Vorbereitung Elko zum "Edi- Kondi"

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Gleich ist der Elko fertig.

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Fertig vorbereitete "Edi- Kondis" zuim Einbau.
Ich habe keinen schwarzen Heißkleber beschaffen können, 
so sind die Verguß- Seiten eben hell. Na und ? :D 

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Und weitere zum Einbau

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Der 1 MüF ist schon ein Kaliber, der Ersatzkondi ist sogar größer als das Original.
Zum Vergleich die Doppeldiode CB 2

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Hier müssen mehrere Styroflexer ran, um die gewünschte Kapazität zu bekommen. 
(Ich hatte keinen naheliegenden Normwert)

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Alter ERO

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Alter Sikatrop

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Pfeile auf die 3 rotbraunen Elkos, und auch gekennzeichnet ist
der 1 MüF, der unter der Lötleiste liegt.
Fummelei, den dicken, langen Kondi darunterzubekommen.

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Die Glimmerkondensatoren im pF- Bereich habe ich durch 
Keramik- Kondensatoren ersetzt.


So sah die Bestückung ab Werk aus...


Unterseite mit allen Neubestückungen

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"Gesamtausbeute", hinzu kommen ein 50 KOhm- Widerstand, 
der in der Gitterkappe der CL 4 fehlte, und ein Elko.

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Skalenrollen fetten. 
Herunternehmen und Halten des straffen Stahlseils mit Schraubenzieher.

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Einhängung des Bereichsanzeigeseils

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Das Seil hat eine winzige Öse am Ende, die um einen
U- förmigen Drahtbügel geht, und dieser wird um den Zughebel gelegt.
Schnell verlierbar !!!

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Fertig. Vor dem Radio die Pläne in Postergröße.

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Fertig. Nachtansicht.

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