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Restauration Vorkriegs- Großsuper Körting Ultramar SB7360W von 1935- Teil 1- Chassis-  Skalentrieb- Beleuchtung

Restauration Vorkriegs- Großsuper Körting "Ultramar" SB7360W von 1935- Teil 1- Chassis,  Skalentrieb und Beleuchtung
(Alle Bilder können durch Klick vergrößert werden)

Ein Blick ins Gehäuse und unters Chassis zeigte das Vorhandensein aller Originalteile, auf den ersten Blick ohne sichtbare Neubefüllungen- das war eine hervorragende Grundlage.

Das Innenleben.
Die 2 Lautsprecher sind nicht gleich, sie haben verschiedene Feldspulen, aber auch verschiedene Frequenzcharakteristik, und ich vermute, auch verschiedene Phasenlage.

Seriennummer

Chassis- Unterseite: vorbildlich aufgeräumt.

Sieht technisch aus: Frontansicht des Chassis
Die Wellenbereiche (Kurz-, Mittel-, Langwelle) auf der mittleren Frontskale sind zweigeteilt, weil der Skalenweg so lang ist. Wenn der "Lichtzeiger" der 1. Skale unten angelangt ist, kommt beim Weiterdrehen der 4. Lichtzeiger von oben.

Der Lautsprechersatz. Membran hinten leicht eingestaubt, vorn sauber- vorsichtiges Reinigen mit einem weichen Pinsel und Ausblasen reichte.

Der Skalenantrieb, mit Planeten- Feintriebsachse, Zahnrad- Untersetzung und doppelter Friktion- das ist ein Reibrad- Antrieb ohne Gummiteile, eine Scheibe läuft mit ihrer Außenkante zwischen den Außenkanten 2 kleinerer Metallscheiben, die auf einer Achse sitzen, und stramm aufeinanderdrücken- mit Federspannung oder durch geeignete Materialwahl (Federbronze) und Verpressung auf der Antriebsachse.  Die große Scheibe trägt dann auch die Skalenteilung.

Bekannt ist diese -in der Produktion günstige- Antriebsart vom "Volksempfänger", dort ist die große Scheibe allerdings billigerweise aus Kunststoff.

Die Friktion des "Ultramar" ist  nicht billig, hier ist alles Metall.
Metall- Friktionen sind trotz des einfach anmutenden Aufbaus absolut langlebig.

Beim "Ultramar" werden anstelle einer frontseitigen Skalenascheibe, die seine Vorgängermodelle (etwa der "Supramar" oder der "Cyclo Super") hatten, 2 -ebenfalls sehr große- Trommelskalen angetrieben.
Gute Friktions- Skalentriebe sind geradezu prädestiniert für präzise Skalenanzeigen, die langlebig sind, und sich mechanisch -im Gegensatz zu Seiltrieben- niemals verändern.

Hier sind die von der Friktion angetriebenen Trommeln- in der Mitte eine Trommel mit den "Lichtzeigern", rechts die "Lupenskale".
Unter den Drähten zum Lautsprecherübertrage sitzt -gut erreichbar- das Skalenbirnchen für die "TA"- Anzeige.

Dies ist das Skalenblatt der Präzisionsskale- immerhin 28 cm lang.
Es wird einfach auf die Trommel gelegt, oben angeschraubt, und unten mittels der Federspanner eingehakt.
Wie zu sehen, mit einem stark verbrannten Stück, beim Ausbau brach das hart gewordene Kunststoff- Blatt dann auch.

Herausnehmen der "Lichtzeiger" zwecks Wechsel der Skalenbirnen, dazu wird einfach das Bakelitgehäuse aus den Federhalterungen der Trommel "herausgeschnappt"- einfacher geht nicht.
Es gibt für die 6 Skalen 2 x 3 "Lichtzeiger".

Die Skalenbirne der linken Chassisseite sitzt auf einem federgespannten Hebel... auf den Hebel drücken, mit der anderen hand fixieren, und vorsichtig das Birnchen wechseln. Auch einfach.

Beleuchtung der "Lupenskalen"- Trommel, diese wird von innen ausgeleuchtet.
Rechts neben der Trommel ist ein Blechhebel- einfach am Hebel den 2- poligen Stecker aus der Buchse vorsichtig nach oben ziehen, und die Skalenbirne kann mühelos gewechselt werden.

 

Über der mittleren Trommel sitzt ein kleines Bakelitgehäuse in einer Schienenführung, welches man (vorsichtig !!!) nach links schieben kann, hier sitzen 2 Skalenbirnchen für die mittlere Frontskale, eine echte Flutlichtskale aus Plexiglas (!), die seitlich  angestrahlt wird- durch Totalreflektion leuchtet die aufgedruckte Skale schwach grünlich- die Anzeige erfolgt dann durch einen der 6 sehr hellen "Lichtzeiger".


Hier die Flutlichtskale, unten auf der 3. Skale (Kurzwelle) der Lichtzeiger, der gleich nach unten hin verschwindet, obern ist schon der Lichtzeiger der 6. Skale zu sehen.
Beide Zeiger sind nur ausgebaut gleichzeitig sichtbar- die Bakelitblende deckt den Wechsel ab.'


Oben die Lupenskale" auf der Trommel, darunter die Skale für die Empfindlichkeits- Einstellung.


Rechts die Skale der Feldstärken- Anzeige, darunter die Skale der Bandbreite.


Der "Lichtzeiger" auf der Flutlichtskale, auf der 2. Skale für Mittelwelle, hier schön zu sehen.

Der Wechsel von Skalenbirnchen ist beim gewaltigen Skalentrieb des "Ultramar" also supereinfach gelöst- eine Konstruktions- Meisterleistung- Respekt !

Übrigens benötigt man 11 Skalenbirnchen 4Volt: 1 x TA- Anzeige, 1 x Beleuchtuung Instrumente links, 1 x Beleuchtung Instrumente rechts,  6 x Lichtzeiger, 2 x Flutlicht.

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