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Edi's Radios

Edi's Radios
(Fotoserie unten)


Diese Geräte stehen bei mir, und eine Anzahl wartet bei mir auf ihre Wiederauferstehung. Unter der Liste sind die Geräte abgebildet und beschrieben.
Grüner Text: Restauriertes Gerät, funktionstüchtig.

Folgen Sie mir- zu einem kleinen Rundgang durch die Jahrzehnte der Röhrenradio- Technik.

Vorkrieg
20er Jahre
1929 Telefunken T31G "Arcolette"

1929            Philips "Philips 2511"

30er Jahre:
1933/34       Körting "Cyclo Super" S2400WL
1934/35       Sachsenwerk "Olympia Reflex
Super W Hochformat "
1934/35       Körting "Supramar" S5340WL", Großsuper
1935/36       AEG 215 GWL "Deutschlandmeister"

1935/36       SABA "SABA 335 WL"
1935/36       Körting "Ultramar" 7360W, Großsuper

1936/37       Radionette (Norwegen) "Verdensmottager 1937"
1937/38       Philips D52AU ("Monoknopf")
1937/38      Telefunken "Markstein-Super" 755W mit Nogoton UK12642
1938/39      Nora "B18" Batterieradio
1938/39      Schaub "Kongreß Super"
1938/39       Graetz (Berlin- Treptow) "Super GW 48"
1938/39       Körting "Supra Selektor" 39 W, Großsuper
1938/39       TEFAG "Tefadyn" 200/38W
1936           Blaupunkt    "5W86", Großsuper
1939/40       Graetz (Berlin- Treptow) "Super 51W"
1939/41      Telefunken "Spitzensuper D860WK", Großsuper

1939/41      Lumophon (Bruckner & Stark, Berlin) "Viktoria" WD301  


40erJahre:
1939/41       Stassfurter Licht- und Kraftwerke AG; Stassfurt:
                      "Imperial 60 WK"

Nachkrieg
40er Jahre:
1947-49       Notzeitradio Siemens "SB 260 GW"
1947-49       Notzeitradio Siemens "Hansa 576"
1949/50       Staudigl  "Studio 1" Schulfunk- Radio
1949/1950   Siemens SB 780 "Majestoso" Schatulle
1949/51       Funkwerk Leipzig "1U11"


50er Jahre:
1950/51       Stern Radio Rochlitz "4U65"
1950/51       Siemens "Großsuper 51"
1950/51       NORA "Serenade W 654"
1951/52       Elektroapparatewerk Köppelsdorf (EAK) "Großsuper EAK 97/51WS"
1952             Stern Radio Rochlitz, DDR  "7E81FU", Großsuper
1952/53        Stern Radio Rochlitz, DDR  "9E91", Großsuper

1953/54       Sachsenwerk "Olympia 532 WU"
1953/54:     Elektroapparatewerk (EAW) "J. W. Stalin": "Amati 1194_WKU"
1954/55      Stern- Radio Staßfurt 5E6.10 "Carmen"
1954-56      Stern- Radio Sonneberg: 6118/55 WU "Weimar"
1955/56      Funkwerk Dresden "Zwinger 6".
1956/57      Stern- Radio Sonneberg "Erfurt"
1956/57      Stern- Radio Berlin 8E171 "Berolina"

1956/57      Stern- Radio Sonneberg "Consul 697/57WUS"
1956/57      Stern- Radio Rochlitz "Beethoven II"
1956/57      Loewe- Opta "Meteor 1781 W"
1957/58      REMA "REMA 1800 FA"
1957/58      Stern- Radio Staßfurt 11E171 "Globus"
1957/59      Stern- Radio Rochlitz "Juwel II" (Klangtasten links)
1958/59      Funkwerk Dresden W101 (Typ 1132) "Dominante"
1959/60     SABA"Wildbad 100"

60er Jahre:
1960         Gerufon-Radio Walter Velten KG„Ultra Stereo 61W“
1960/61    Stern- Radio Sonneberg"Erfurt 4" 10149/71GWU Klavierlack
1960/61    Funkwerk DresdenA122 (Typ 1132) "Dominante"
1960/62    Stern- Radio Rochlitz"Oberon"
1960/63    Stern- Radio Rochlitz"Stradivari IV Automatic Stereo" Großsuper
1961        REMA"REMA1200-II"
1962/64   REMA"REMA 2001"
1963-66   Stern- Radio Sonneberg„Halle 5120“ (Nr. 1)
1963-66   Stern- Radio Sonneberg„Halle 5120“ (Nr. 2)
1965/66   REMA"REMA 2005" (Nr. 1)
1965/66   REMA"REMA 2005" (Nr. 2)

1967        Stern- Radio Sonneberg„Weimar 5350“
1966/67   Goldpfeil"Capri 6401 St" Großsuper
1967/68   Funk- und Feinmechanik Neustadt/ Glewe„Korvette 8311“

1966/67  Goldpfeil "GC6010" ("Hasenstall") Großsuper

Transistorradios
1967        Stern- Radio Sonneberg„Bellatrix 579“

Und hier sind die Radios:

************************** 20er Jahre *************************************


1929 Telefunken T31G "Arcolette".

Absolut verblüffend: das älteste Gerät meiner Sammlung, und nach fast 90 Jahren waren einige Teile etwas außer Toleranz, aber nichts defekt !!!

Die Arcolette ist ein Einkreis- Geradeausempfänger, Gleichspannungsgerät,
sowohl der Heizstrom als auch die Anodenspannungen wurden direkt aus der
Netzgleichspannung bezogen, die Arcolette ist jedoch auch heute noch
mit einem vorgeschalteten Gleichrichter mit Entstörmaßnahmen betreibbar.
Die Restauration beschränkte sich somit auf Reinigung und Pflege- Arbeiten, sowie den Bau einer Gleichrichter- Baugruppe, um das Gerät am Wechselstromnetz betreiben zu können.



1929 Philips "Philips 2511"
Ein Dreikreis- Geradeausempfänger. Stabil gebaut, wie ein Panzer.
Dies war auch nötig, wenn alle Kreise gemeinsam abgestimmt werden,
das erfordert besten Gleichlauf, und damit hohe mechanische Präzision.

************************** 30er Jahre *************************************


1933/34       Körting "Cyclo Super" S2400WL
6- Kreis- Superhet mit sehr schöner Frontansicht,
Sendernamens- und Präzisionsabstimm- Skale


1934/35       Körting "Supramar" S5340WL, Großsuper
7- Kreis- Superhet mit sehr schöner Frontansicht,
Sendernamens- und Präzisionsabstimm- Skale,
sowie Abstimmanzeige- Instrument.
Das Gerät erwarb ich als restauriert- allerdings ist es eher nur
spielfähig gemacht worden, aber- ein Fachmann hat unter hohem
meßtechnischem Aufwand versucht, den Abgleich zu verbessern,
speziell um die Empfindlichkeit auf Kurzwelle zu verbessern.
Es stellt sich nun die Frage, ob das eine Fehlererscheinung ist,
oder der "Supramar"- immerhin ein Großsuper mit abgestimmter
Vorstufe- wirklich so schwach auf KW ist.


1934/35 Sachsenwerk (ESWE) Olympia Reflex Super"
5-Kreis- Superhet, nur Mittel- und Langwelle.
"Reflexschaltung" einer Stufe, d. h. eine Röhre wiurd gleichzeitig für die Verstärkung mehrerer Frequenzen genutzt- das sparte damals die wertvollen Röhren.
Die "Olympias" hatten derzeit eine "Kino- Skale", die die Sendernamen,
die unten auf der Scheibe lesbar sind, oben nochmal auf einer
Mattscheibe darstellen.
Dieser "Olympia" hat zudem noch das "SW"- Zeichen als Schnitzerei vor der Schallwand.


1935/36 AEG 215 GWL "Deutschlandmeister",
ein einfaches, kleines Einkreis- Gerät.


1935/36  SABA "SABA 335 WL"
3- Kreis- Geradeausempfänger, Kurz- und Mittelwelle"
Das SABA- Schätzchen, das da in der Sonne strahlt, war eigentlich... Totalschrott.
Zerstörtes Gerhäuse, Drehkondensator Kurzschlüsse durch Wachsen/ Verzug der  Zinkdruckguß- Teile ("Zinkpest"), Netztrafo abgebrannt.


1935/36 Körting "Ultramar" 7360W, Großsuper
9- Kreis- Superhet, Kurz-, Mittel- und Langwelle.
Einer der aufwendigsten Empfänger der Vorkriegszeit, gebaut in Varianten bis 1938.
Beeindruckend ist die All-Optik- Skale mit Flutlicht- Hintergrundbeleuchtung und Lichtzeigern, sowie mehreren Anzeigen, heute nennt man sowas "Multifunktions- Bediencenter".
Links oben ein Fenster mit Blick auf einen Ausschnitt einer Skalentrommel, der "Lupen-Skale", die Länge der Skale auf der Trommel beträgt beachtliche 29 cm !
Rechts ein Senderstärken- Anzeiger, ein Mini- Meßinstrument, wie man es heute von Kassentenrecordern kennt, und das vor 81 Jahren !"
Darunter je eine Skale für die Empfindlichkeits- und Bandbreite- Voreinstellung.
Der Knopf unten Mitte... ein ganz seltene Funktion für einen AM- Empfänger, eine echte Rauschsperre, heute "Squelch" genannt, und die funktioniert, sogar sehr weich, ohne Knallen und "Wupsen"- absolut Spitze !
2 schwere Lautsprecher, die von einer Gegentakt- Endstufe befeuert werden, sorgen für gute Lautstärke und Klang- trotz der großen Lautsprecher sind ausreichend Höhen vorhanden.
Selbst für heutige Verhältnisse ein Wahnsinnsaufwand an Elektronik und Mechanik ! Dafür ist die Technik aber extrem haltbar- nach dem Krieg war das durch eine Brandbombe leicht beschädigte Gerät wahrscheinlich nicht mehr lange in Betrieb, aber bei mir, 81 Jahre, nachdem er vom Band lief, funktionierte der Ultramar, zwar gerade noch brauchbar, aber er funktionierte !
Selbst die Sendereichung wich auf der riesigen "Lupenskale"nur 1- 2mm ab
Einziger Nachteil dieses Radios: Es wiegt satte 30 Kg... und in heutige Euro umgerechnet, würde man das Kilo mit 100 Euro bezahlen, die Varianten kosteten 540- 700 Reichsmark = ca 2950- 4000 Euro.



1936/37 "Radionette Norsk Radiofabrik Oslo "Verdensmottageren 1937"
Der Name bedeutet "Weltempfänger".
Optisch ein Gerät für Wellenjäger- auf der Skale sind die besten Empfangszeiten der Wellenbereiche vermerkt, die Abstimmanzeigeröhre ("Magisches Auge") hat eine kleine Hilfsskale zur Bestimmung der Empfangsfeldstärke.
UKW hat dieses Vorkriegsgerät noch nicht


1936/37       Stassfurter Licht- und Kraftwerke AG "Imperial 47W"
AM 6-Kreis- Mittelsuper.
Eine Besonderheit ist die gebogene Skalenschutzscheibe aus einem
Kunststoff- Material.
Dieses Modell ist zu DDR- Zeiten umgebaut worden, hat bei gleicher
Funktion ein anderes Innenleben. Vermutlich haben Werkstätten
in den Jahren nach  dem Krieg gelegentlich aus Resten verschiedener
Geräte und handelsüblichen Teilen Einzelanfertigungs- Geräte
zusammengebaut, evtl. auch auf Bestellung.
Dies ist mein 2 DDR- Umbau- Gerät, 4 sind mir bekannt, von denen
sich 3 sehr ähnlich sehen.
Dieses Gerät ist extrem aufwendig umgebaut worden.
Es ist dadurch nicht mehr zum Originalzustand rückbaubar.
Dennoch sind solche Geräte unbedingt erhaltenswerte Unikate.


1937/38       Philips "AachenD52AU" ("Monoknopf")
Am 7-Kreis- Mittelsuper.
Besonderheit ist die oben zum Betrachter hin hochklappbare Skale
in einem Bakelit- Gehäuse, und vor allem der sog. "Monoknopf",
welcher die Funktionen Ein/ Aus, Wellenschalter, Lautstärkeregler,
Tonblende mit ZF- Bandbreitenregelung, sowie Abstimmung mit
Fein- und Grobantrieb (!) in EINER mechanischen Einheit realisierte,
eine echte "Einknopfbedienung", die auch Leute mit wenig Technik-
Verständnis bedienen konnten.
Der Monoknopf ist mechanisch sehr aufwendig, heute wohl nicht mehr
machbar- siehe auch Details zum Monoknopf hier.
Der Monoknopf wurde erfolgreich in mehreren Modellreihen angewandt;
Es gab auch einen  nahezu gleich aussehenden Philips Monoknopf als
Großsuper (898A).

 


Vor der Restauration


Nach der Restauration
1938/39      Nora "B18" Batterieradio



1938/39       Schaub "Kongreß Super"
7- Kreiser, Mittel- und Langwelle, diese aber in einem Bereich überstreichbar.
Dieses Gerät ist ein sog. "Einbereichssuperhet" mit 1600 KHz ZF.
Zusätzlich enthält es eine Reflexschaltung, die eine ZF- Röhre auch als NF- Vorverstärkerröhre nutzt. Über die Rückkopplung zur Demodulation ist die Bandbreite stellbar. Auch ist ein 9KHz- Filter zur Beseitigung von Nachbarkanalstörungen vorhanden.



1938/39 Graetz (Berlin- Treptow) "Super GW 48"
6- Kreis- AM- Super, Kurz-, Mittel- und Langwelle.
Dieses Gerät besitze ich seit meiner Kindheit. Ich wohnte sogar einige Jahre nur wenige hundert Meter entfernt vom ehemaligen Herstellerwerk.
Als Lehrling war es mein erstes Restaurationsobjekt.
Irgendwann fiel eine Röhre, das grün leuchtende "Magische Auge", aus, das ich lange nicht beschaffen konnte, so stand der 48 GW lange Zeit als Staubfänger herum.
40 Jahre später dann die zweite Restauration- ich hatte, wie ich feststellen mußte, als Lehrling auch noch nicht so sorgfältig gearbeitet.

Technisch wenig besonders, überrascht 48 GW nach der "richtigen" Restauration mit einer hohen Empfindlichkeit und Trennschärfe- und das mit den uralten Original- Röhren (außer der ersetzten Röhre)
Auf dem Foto: Vor dem 48GW die Serviceunterlagen, ich habe mir die Mühe gemacht, ein Servicebuch zu erstellen.


1938/39       TEFAG "Tefadyn" 200/38W
6- Kreis- Superhet


1938/39       Blaupunkt "5W86", Großsuper
8- Kreis- Super, Mittel- Kurz- und Langwelle.
Zur Erzielung bestmöglichen Klangs umschaltbar von Superhet- auf
Geradeaus- Empfang.
Links eine Aufwärts- Skale mit dem "schwebenden blauen Punkt", was
wohl auf den Hersteller- Namen anspielte.
Zur Abstimmanzeige dient die in der Mitte, hinter einer Mattscheibe
angebrachte "Resoröhre", eine Art Glimmröhre.



1938/39       Körting "Supra Selektor 39 W"
AM 7- Kreis- Großsuper.
Dieses bedauernswerte Wrack möchte auch wieder ein schönes Radio werden.
Aber:
Bei diesem Gerät -einst ein beeindruckender Großsuper mit vielen technischen
Feinheiten und besten Empfangsleistungen- ist eigentlich alles zu spät.

Das Chassis- total verrostet. Die Skale: Total verkeimt. Der Skalentrieb- fest.
Der Lautsprecher hat keine Membran mehr- zerfallen. Der Stoff vor dem
Lautsprecher- zerfallen und mürbe. Die Kondensatoren- durchweg Schrott.
Die Stahlröhren- verrostet, Glasröhren- Endröhre Glasbruch.
Das Gehäuse hat "Untermieter in mehreren Etagen", Fam. Holzwurm & Co.,
einige Gehäuseteile zerfallen schon beim Anfassen.

Eine Restauration - sinnlos bis unmöglich.
Beste Voraussetzungen, um... mit der Restauration zu beginnen.
laughing

 (Noch kein Bild)
1939/40    Graetz (Berlin- Treptow)     "51W"

(Noch kein Bild)
1939/41Lumophon, Bruckner & Stark, Nürnberg„Viktoria" WD301


1940/41  Telefunken "Spitzen-Super D860WK" Großsuper
8- Kreis- Superhet, Kurz-, Mittel-, Langwelle.
Ein wunderschönes Radio, das Gehäuse ist im Bestzustand- und ich konnte das Gerät sogar im Original- Karton verpackt abholen- die Verpackung damals war vorbildlich.
Nichts dran kaputt, das Radio spielte auf Anhieb, nur das total verschlissene magische Auge mußte getauscht werden.
Der Telefunken ist empfindlich, hat eine optisch sehr schöne Flutlicht-  Großskale mit bedruckten Glasstreifen, auch der Zeiger ist beleuchtet, die Wiederfind- Genauigkeit ist hervorragend.
Vom Design her zeitlos, könnte sich das Gerät heute noch in so manches moderne Wohnzimmer einfügen.


************************** 40er Jahre *************************************



1939/40 Stassfurter Licht- und Kraftwerke AG; Stassfurt: "Imperial 60 WK"
AM- 6- Kreissuper, mit Bandbreitenregelung.
Besonderheit: Gut ablesbare, Skale, vertikaler Zeigerlauf.
Nach dem Krieg ist der Name des Herstellers "Stern-Radio Staßfurt", ein DDR- Betrieb, Dieser baute das Gerät "Imperial 60 WK" in den Jahren 1947/48 wieder, optisch nahezu gleich, aber mit veränderter Schaltung.
Darum scheint es diese Staßfurter Radios in größerer Stückzahl zu geben, sie werden desöfteren recht günstig angeboten.

************************** 30er Jahre * Nachkrieg **********************
(Noch kein Bild)
1947-49 Notzeitradio Siemens "Siemens SB 260 GW", einfachst gebaut.


1947-49 Notzeitradio Siemens "Hansa 576",
nun wieder in gewohnter Bauweise.
Hier im Anlieferzustand, der Vorbesitzer hat die empfindlichen Teile, wie Skale und Knöpfe, sorgfältigst verpackt.

 
1949/50 Fa. Rudolf Staudigl, Schulfunk- Radio "Studio 1"
Für Elektroakustik- Anlagen an Schulen gebaut.
Radio mit Plattenspieler, Mikrofon und kräftiger Lautsprecher- Endstufe, diese hat einen hochohmigen Ausgang für den Anschluß zahlreicher Lautsprecher (wie bei Elektroakustik -ELA- Anlagen).
Nur LW. MW und KW, UKW hatte dieses Gerät nicht.
Dieses Gerät wurde jedoch UKW- nachgerüstet !

 
1949/1950 Siemens SB 780, Schatulle, auch "Majestoso", Nachfolger der berühmten Siemens "Kammermusik- Geräte".
Eine großartige Leistung, 4- 5 Jahre nach dem Krieg so ein Gerät zu bauen.
Aus Familienbesitz erhalten, der Enkel des Erstbesitzers übereignete mir die Schatulle.
Das Gerät war extrem verkeimt, nach mehreren Stunden Putzen sieht es so aus, wie hier auf dem Foto.
Immerhin werde sogar noch Sender hörbar, verbrummt und verzerrt, der Empfangsteil funktioniert noch !
Die Schatulle hat von Hause aus nur LW, MW und KW.

Der Erstbesitzer scheute aber keinen Aufwand, und ließ -immerhin nur wenige Jahre nach dem Krieg- die Schatulle mit einem Fremd- UKW- Tuner (industrielles Nachrüstgerät) aufwerten !
Weiterhin wurde als Nachrüstung eine (sehr einfach gehaltene) Fernbedienung ansschließbar gemacht.Sowie -ebenfalls im Zuge der Nachrüstung-  ein großer Plattenspieler- Schrank für den Betrieb mit der Siemens- Schatulle hergerichtet.

Siemens SB 780 Schatulle, in dieser Ausstattung: Die Musikanlage des etwas vermögenderen Musikliebhabers, zum Anfang der UKW- Zeit.


1U11, Vorher


1U11, Nachher

1949/51       Funkwerk Leipzig "1U11"
DDR- Anfangszeit- Radio.
Pfiffig gebauter Geradeaus- Empfänger mit einer eigens entwickelten Verbundröhre. Die Wellenbereiche Kurz-, Mittel- und Langwelle befinden sich hintereinander auf einer Skale, sie werden mit der Zeigerbewegung umgeschaltet.
Die Lautsprecherbespannung aus geflochtenem Bast war infolge der Hitze der dicken Endstufenröhre oft verschmurgelt, hier hat sogar ein Vorbesitzer einen Ausschnitt hineingeschnitten, in welchem man die Röhre sehen kann.
Diese Einfachst- Geräte waren sehr verbreitet, manchmal nennt man sie "DDR- Volksempfänger".
Das kann man bestenfalls wegen der großen Stückzahlen und weiten Verbreitung vergleichen, ansonsten ist so ein Vergleich ziemlich blöd und voll daneben- das 1U11-Radio war einfach nur ein pfiffig gebautes, nettes, kleines Alltags- Radio, immerhin mit 3 Wellenbereichen, und KEIN Mittel zur Verbreitung faschistischer Kriegs- Propaganda, wie der "echte" Volksempfänger VE 301!


************************** 50er Jahre *************************************

 
1950/51 Stern Radio Rochlitz, DDR  "4U65"
Netter, kleiner Allstromempfänger. UKW- Empfänger der Anfangszeit, etwas umempfindlich, ausreichend im Stadtgebiet mit mehreren UKW- Sendern im Nahbereich. Klang gut. Auch AM gerade ausreichend.
Bei diesen Kleinempfängern hatten hervorragende Empfangseigenschaften
nicht die Priorität.
Sehr schön: Die geheimnisvoll grün leuchtende Flutlichtskale.
Meist Zweitgerät für Flur oder Gartenlaube.


1950/51 NORA "Serenade W 654"
Vor dem Krieg mit unter den besten Radioherstellern, verlor der Name NORA nach dem Krieg an Bedeutung, es gab aber noch einige Typen in den 50er Jahren.
Dieses Gerät habe ich vor dem Schrott gerettet, dann wurde das Radio auch noch auf dem Postweg beschädigt (der Lautsprecher aus den Halterungen gerissen).
Glücklicherweise war der Schaden gering.
Besonderheit: Dieses Gerät ist UKW- vorbereitet, es konnte ein UKW- Tuner als Nachsetzgerät eingesteckt werden. Vorgesehen war ein UKW- Pendelaudion (Typ: "UKW- P") damals die ersten Gehversuche im UKW- Bereich, rauschend, unempfindlich, schlechte Wiedergabe.
Leider fehlt der UKW- Nachüst- Empfangsteil.


1950/51 Siemens "Großsuper 51"


1951/52 Elektroapparatewerk Köppelsdorf (EAK), "Großsuper EAK 97/51WS"
EAK war ist die Vorläuferfirma von Stern Radio Sonneberg, Köppelsdorf ist ein Stadtteil von Sonneberg.

"Großsuper EAK 97/51WS", ein Vorstufensuper mit den DDR- "Stahlröhren", die in der DDR aus Glas gefertigt wurden.
3 Kurzwellen, Mittelwelle in 2 Bereiche geteilt, Langwelle.
Besonderheit: Das Gerät enthält den Görler- "Spulenrevolver" SP3.
Weitere Besonderheit: Dieses Gerät ist eine spezielle Version von drei angebotenen Versionen- es verwendet einen EInweg- Selengleichrichter, (die anderen Zweiweg, Selen- Graetzbrücke oder Röhre), sowie tatsächlich von Werk aus die Penthode der EBF11 als Vorstufe (die anderen die spezielle, rauscharme HF- Penthode EF13). Die Daten der EBF11- Penthode und der EF13 sind ähnlich.



 

1952 Stern Radio Rochlitz, DDR  "7E81FU", Großsuper
Einer der ersten DDR- Großsuper, schwer, wuchtig, aber mit einem sehr schönen Furniermuster und Schriftzug "Stern- Radio- Rochlitz" aus rotem, durchsichtigen Kunststoff.
Auffallend: Die Bedienelemente sind seitlich angeordnet.
DFas Gerät ist UKW- vorbereitet.

Ich mußte dieses Gerät unbedingt haben, mir gefiel das wunderschöne Gehäuse, und dann stellte ich fest, daß es einer der ersten Großsuper war.
Für die damalige Zeit, 5 Jahre nach dem verheerenden Weltkrieg, war so ein Radio eine große Leistung.




 
1952/53 SStern- Radio Rochlitz "9E91", Großsuper
Tastensatz mit schwarzen Schiebetasten, Schriftzug "Stern- Radio- Rochlitz" aus rotem, durchsichtigen Kunststoff, wie beim "/E81F" von 1952

 
1953/54 Sachsenwerk "Olympia 532 WU".
Mittelsuper mit einfachster UKW- Anfangszeit- Technik.


1953/54 Elektroapparatewerk (EAW) "J. W. Stalin": "Amati 1194_WKU", der Großsuper aus Berlin (DDR)- Treptow .
Heute gesucht wegen des seltenen Namens, damals war der Name Stalin noch nicht verpönt, ab 1961 verschwand Stalins Name sehr schnell. Der Hersteller hieß aber noch lange EAW, fertigte aber bis 1993 elektronische Relais, Steuerungen und Ähnliches. Die Relaissparte gibt es noch heute (2012).
Allerdings steht der Name Stalin auch nur auf der Rückwand.
So ein Gerät nur wegen des Namens suchen... Blödsinn. Amati ist ein aufwendiger, leistungsfähiger Großsuper, gebaut in der DDR, im sowjetischen Besatzungsbereich, 8 Jahre nach dem Krieg, in der DDR noch eine Zeit der Knappheit. Sauber verarbeitet, mit wirklich hervorragenden Werten und aufwendiger Technik, vielen bemerkenswerten Details, das sollte ihn mehr auszeichnen, als eine Technik- bezugslose, rein politisch- geschichtliche Besonderheit.
Der Zierleiste über der Skalenscheibe ist in einigen Varianten ein hohler Glasstab, innen vergoldet !
Schwergewichtig, aber mit mit brachialer Lautstärke und sehr guten Klang, da steckt viel Power drin.

 
1954 Stern- Radio Staßfurt 5E6.10 "Carmen"-
die Dame der Superschwergewichts- Klasse.
Grund: Ein Tonbandgerät, welches auch Schallplattenwiedergabe (von Schellackplatten) ermöglicht, ist an Bord.
Allein die gewaltige Schwungmasse des Tonbandteils, angetrieben von einem igelitierten Hanfriemen, etwa 6mm stark, ähnlich den Riemen der alten "Singer"- Nähmaschinen (!!!), ist ein Highlight.
Solche Geräte kennen keine Gleichlaufschwankungen (Jaulen, Zittern, Wimmern), wie man sie später bei Heimtonbandgeräten kennenlernte. Die Hanfriemen scheinen ewig zu halten.
Trotz des scheinbar gewaltigen Aufwands- Das Radioteil ist extrem spartanisch, ein UKW- Anfangszeit- Gerät, von der Technik her wie Stern 4U65.


1954-56 Stern Radio Sonneberg: 6118/55 WU "Weimar",
ein einfacher Mittelsuper.
Goldfarbene Zierleisten, und Seitenstreifen,  und eine sehr schöne Blende um das Magische Auge werten das Gerät auf.


1955/56 Funkwerk Dresden "Zwinger 6".
(VEB: Volkseigener Betrieb, eine Betriebsform der DDR)
"Exportvariante" der Zwinger-Geräte, mit wunderschöner,  goldmarmorierter Blende, ein absoluter Blickfang.
Schaltungstechnisch ein guter Mittelsuper.


1956/57 Stern Radio Sonneberg "Erfurt" (Erfurt 1).
Das Gerät ist ein gewöhnlicher Mittelklasse- Super,  hat nur eine einfache EL84- Endstufe, nur einen Lautsprecher, aber immerhin schon getrennte Höhen- und Tiefeneinstellung.
Dieses Gerät ist dennoch etwas Besonderes:
Es funktioniert noch tadellos mit den Original- Bauelementen.
 (Natürlich werden bei der Restauration die Wechselkandidaten geprüft und ggf. getauscht)
- "Erfurt 1"hat einen wunderschönen, weichen "Röhrenklang".


1956/57      Stern- Radio Berlin 8E171 "Berolina"
Das Radio "Berolina" wurde im VEB Stern-Radio Berlin in der Liebermannstraße 75 in Berlin-Weißensee produziert.
Eine Besonderheit sind die Edelholzfurniere der Gehäuse.
Später gab es Varianten der  "K"-Reihe, deren Design im Institut für Bildende Kunst (später Kunsthochschule) Berlin-Weißensee, entwickelt wurde.



1956/57 Stern Radio Sonneberg "Consul 697/57WUS"
Mit seitlichen Lausprecherstäben aus schwarzem Kunststoff, mit eingesetzten, goldeloxierten Aluprofilen.
Ein schöner Anblick, aber die Stäbe sind furchtbar empfindlich.
Besonderheit: Die Uhr über der Skale.
Schaltungstechnisch eher ein Klein- bis Mittelsuper.
Die Uhr ist auch nur eine einfache Aufzieh- Uhr.
Consul wird dennoch teuer gehandelt, weil es selten ist, und das Gerät
macht optisch schon was her.


1956/57      Stern- Radio Rochlitz "Beethoven II"
AM 9- Kreis, FM 11- Kreis- Großsuper.
2 getrennte Endstufen versorgen einen großen Tief/ Mitteltonlautsprecher und einen Hochtöner.
AM: drehbare Ferritantenne, Bandbreitenstellung, hohe Empfindlichkeit und Trennschärfe Dank abgestimmter Vorstufe.
Brachiale Lautstärke, und sehr schöner Klang, besonders auf AM.


1957/58 REMA "REMA 1800 FA"
Auch REMA mit den seitlich um die Ecke gezogenen Lausprecherstäben,
hier aus goldeloxiertem Aluminium.
Ein schöner Anblick, aber auch hier sind die Stäbe extrem empfindlich,
die des REMA "verbiegen sich schon beim Anschauen".
Glücklicherweise befanden sie sich bei diesem REMA in gutem Zustand.


1957/58 Stern- Radio Staßfurt 11E171 "Globus"-
Mit 11 Röhren das Flaggschiff der Staßfurter Radiofabrik, die vor allem durch Musikschränke und Musiktruhen bekannt wurde.

(Noch kein Bild)
1957/59      Stern- Radio Rochlitz "Juwel II" (Klangtasten links)


1958/59 VEB Funkwerk Dresden W101 (Typ 1132) "Dominante",
ein großer Mittelsuper.
Nicht besonders selten, darum sehr günstig zu erwerben, oft kostenlos.
Aber: Ein recht gutes Gerät, unbedingt erhaltenswert.
Vom "Dominante" gibt es eine stattliche Anzahl Versionen, hier beschrieben.


************************** 60er Jahre *************************************


1959/60 SABA "Wildbad 100"
Guter Mittelsuper, ausgestattet mit den berühmten SABA- Lautsprechern mit grüner Papiermembran ("Greencones").


1960/61     Stern- Radio Sonneberg 10149/71GWU "Erfurt IV"
10 Kreise AM, 14 Kreise FM- Mittelklasse- Super
Dieses Modell ist ein Allstrom- Empfänger.
Klavierlack- Gehäuse- meine "Schwarze Schönheit aus Sonneberg", netter Kontrast zwischen den hell- elfenbeinfarbenen Bedienelementen und dem Gehäuse.
Für Kurzwelle besitzt das Radio eine Feinabstimm- Möglichkeit ("Kurzwellen- Lupe")  auf der Lautsprecher- Schallwand.
Die Röhren (alle neu, ich habe das Gerät komplett neu bestücken können) brauchen eine Weile, bis sie warm sind, und das Gerät seinen Betriebszustand erreicht, und gut klingt, dies ist norml.
Besonderheit: Trafolose ("Eisenlose") Endstufe mit 2 x UL84. Die Wechselstrom- Variante arbeitete übrigens mit 2 x EL 86, da die EL 84 nicht mit der UL 84 identisch ist.
Die Endstufe arbeitet auf sehr hochohmige Lautsprecher, links und rechts je ein 200 Ohm-, Mitte ein 400 Ohm- Breitbänder.
Die Lautsprecher sind oft defekt, die früher eingebauten Elkos waren nicht sehr zuverlässig, und haben bei Defekten oft die Lautsprecher "mitgerissen". Auch bei diesem Gerät mußte ich gute Lautsprecher besorgen.

"Erfurt 4" kann man -in beiden Varianten- einen sehr guten Klang bescheinigen.

(Noch kein Bild)
1960/62     Stern- Radio Rochlitz "Oberon"
AM 8- Kreis, FM 12- Kreis- Super der oberen Mittelklasse.
Lautsprecher 1 Breitbänder, 2 Hochtöner.
Wie bei manchen Herstellern üblich, eigener, aber guter Klang.
Werbeaussagen des DDR- Herstellers in einem Prospekt: "hochgezüchteter Mittelsuper", "Mit Oberon hört man internationale Programme". Lächelnd
Übrigens ist "Oberon" meiner Meinung nach das servicefreundlichste Gerät, was je gebaut wurde. Alle Bauelemente sind hervorragend zugänglich, die Tastenschieber des Tastensatzen können in Sekunden mit den zugehörigen Schwingkreisen ausgebaut werden, um die Kontakte pflegen zu können.


1960/63     Stern- Radio Rochlitz  "Stradivari IV Automatic Stereo"
AM 9- Kreis, FM 14- Kreis- Großsuper.
Sehr großes, mechanisch aufwendigstes, klanggewaltiges Radio zum Anfang der 60er Jahre.
Stereo- Wiedergabe von Schallplatte (kein UKW- Stereoempfang).
AM: drehbare Ferritantenne, Bandbreitenstellung, hohe Empfindlichkeit und Trennschärfe Dank abgestimmter Vorstufe.
Besonderheit: Stradivari 4" ist das einzige DDR- Gerät mit Sendersuchlauf- Automatik.
1 Hochtöner, 1 Tieftöner, also keine komplette Stereo- Bestückung, der Hersteller dachte an die Verwendung einer Box als Gegenpart zum Gerät, oder gleich an die Verwendung zweier Stereo- Boxen.
Der Stradivari 4 ist also eher als Steuergerät mit Monitor- Lautsprehcer zu sehen.

Dennoch satter Klang, auch und gerade auf AM.
Jedoch an guten Boxen, wie den bei mir im Einsatz stehenden "Z228" läuft der "Stradivari" zu absoluter Höchstform auf !
Absolut Favorit: Klassik, und vor allem gut aufgenommene Kirchenorgelmusik.
Stradivari 4 sollte man also am besten mit geeigneten, externen Boxen betreiben.


1959/61 SABA "Freiburg 100 Automatik Stereo", das "West- Pendant" zum
"Stradivari 4 Automatik Stereo".
AM 11 Kreis-, FM- 14 Kreis- Großsuper mit Sendersuchlauf- Automatik,
Mit die höchste Anzahl an Kreisen, nur 2 Modelle, Freiburg W2 und W3 von 1952/53 hatten noch einen AM- Kreis mehr (12/14 Kreise).

Auf dem Foto fehlen Tasten, die lagen aber im Geräteinneren, die Trennwände innen sind spröde geworden und gebrochen, ein bekanntes Problem der alten SABA.
Die Tasten sind aber leicht reparabel.

Aufwendige Lautsprecherbestückung, 5 der legendären "Greencone" Lautsprecher sorgen für besten Klang. Ansteuerung je Kanal eine Eintakt- EL84.
Üblich, aber die EL84 ist wohl die Königin der Endröhren in der 5 Watt- Klasse, die -meiner Meinung nach- bestklingenden Radios haben allesamt EL84- Single Endstufen.

Der Suchlauf funktionierte übrigens im Urzustand bereits perfekt.
Nach 60 Jahren- wenn das keine Qualität ist !

Zu den beiden vorstehenden Radios kann ich vorab feststellen: DIe Automatikfunktion hat das gleiche Funkltiopnsprinzip am Stellmotor, es wird aber durch verschiedene Schaltungstechniken realisiert. Das Patent stammt aus dem Jahr 1937, SABA verwendete es bereits damals in einem AM- Großsuper.
Wie die Verwendung des gleichen Motorprinzip 23 Jahre später patentrechtlich zu beurteilen ist, weiß ich nicht, das ist was für Juristen.
Schaltungstechnisch ist jedenfalls nicht geklaut worden, die Entwickler gingen doch recht verschiedene Wege.



1961          REMA "REMA1200-II"
AM 8- Kreis, FM 13- Kreis- Mittelsuper.
2 Breitbandlautsprecher und 1 statischer Hochtöner verleihen dem REMA einen eigenen Klang mit brillanten, "zwitschernden " Höhen.
Sehr schön: die gesamte UKW- Skale dient als "Kurzwellen- Lupe", für einen Bereich in etwa der Größe eines Kurzwellen- Rundfunk- Bands, so kann man Sender präzise einstellen..



REMA 2001
1962/64     REMA "REMA 2001"
Wie üblich bei REMA- Geräten- gute Lautsprecherausstattung mit 2 Breitband- Lautsprechern.

(Kein Bild vorhanden)
1963-66        Stern- Radio Sonneberg„Halle 5120“

(Kein Bild vorhanden)
1967        Stern- Radio Sonneberg„Weimar 5350“



Röhren- Stereogroßsuper Capri 6401 ST
1966/67     Goldpfeil "Capri 6401 St"
AM 9- Kreis, FM 14- Kreis- Großsuper.

"Capri"war Stereo- vorbereitet, nach Einbau des Stereodekoders mit seiner Anzeigeröhre... läßt dieses Röhrenradio kaum noch Wünsche offen.

Viele Wellenbereiche, u. a. der gesamte Rundfunk- Kurzwellenbereich, hohe Empfindlichkeite, hohe Trennschärfe Dank abgestimmter Vorstufe, drehbare Ferritantenne, herrlicher Klang: Klangregister, 2 Breitbandlautsprecher, 2 Hochtöner, bei guten Empfangsverhältnissen gute HF- Stereowiedergabe mit dem Stereodekoder StD4 mit damaliger Germanium- Transistor- Technik, über die in einem Gehäuse eingebauten Lautsprecher, besser aber über passende Stereoboxen.
Dieses Exemplar hatten meine Eltern angeschafft, es stand immer im geheizten Wohnzimmer, ist darum sehr gut erhalten, es hat ein hervorragend verarbeitetes Gehäuse, mit einer Lackierung, die noch heute wie ein Spiegel ist.


Für mich DAS Spitzengerät der DDR zum Ende der Röhrenära.

(Kein Bild vorhanden)
1967/68   Funk- und Feinmechanik Neustadt/ Glewe„Korvette 8311“



1967/69  Goldpfeil "Rossini GC6010", Großsuper
Dies war der letzte Großsuper der DDR, die Weiterentwicklung der parallel gebauten Modelle mit dem 640x- Chassis, wie
"Capri".
Hier wurden ebenfalls technisch (fast) alle Register gezogen, und nicht gegeizt- 11 AM- Kreise, 14 FM-Kreise- nur ein SABA der 50er ("Freiburg", Varianten W II und W III) hatte einst noch einen AM- Kreis mehr.
Rossini G6010 hat HF- Stereo mit dem Transistor- Stereodekoder StD4, 2 Gegentakt- Endstufen. Lediglich auf Klangregistertasten verzichteten die Entwickler.
Nur die Gestaltung war absolut neu- und gewöhnungsbedürftig. Der Rossini bekam schnell den Spitznamen "Hasenstall".
Dieses Exemplar hat wenigstens noch eine Glanzlackierung, viele waren matt.

Mit "Capri 6401St", "Korvette 8311" und "Rossini G6010" endete auch die Ära der Voll- Röhrenradios in der DDR

1976 bis 1971 wurden noch einige Modelle von Heli mit Röhren- HF- Teil und Transistor- NF- Verstärkerstufen, sog. Hybride, gebaut,. (RCX1001/1003 und TRX 2010/3000) 


 





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