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Restauration nach Edi, die individualisierte Restauration

Restauration nach Edi, die "individualisierte Restauration"

Die "Edi- Methode": Nach meiner Meinung darf die gute Arbeit eines Restaurateurs sichtbar sein.

Ich verwende für sehr alte Geräte eigene Label in meinem persönlichen Farbzusammenstellungen, die jedoch von Bauform und Stil her zum Baujahr der Geräte passen, jemand nannte das "Anmutung".

Die Label können, wie die Originale, auf Röhrchenkondensatoren geklebt werden, auf selbstgemachte Röhrchen aus Glas, Plastik oder Papier, aber auch als Kennzeichnung für neu befüllte Blockkondensatoren, regenerierte Drehkos, Trafos, usw.

Ich persönlich rolle Röhrchen aus Papier, als imitierte Vergußmasse eignet sich Heißkleber, den es auch farbig gibt.

Neue, saubere Bauelemente- Label sind was für`s Auge, und sicher auch ein Indiz für sorgfältige Arbeit.
Ein eigenes Logo, eigene Farben, schön gestaltet-
Warum soll es nicht ein "Markenzeichen eines Restaurateurs" geben ?

Es ist übrigens auch möglich, universelle Label zu entwerfen, dann läßt man einfach ausreichende Fenster für den Wert und die Spannungsfestigkeit frei, die dann von Hand beschrieben werden, zweckmäßig mit Bleistift oder Fineliner.
Das gab es sogar bei einigen Vorkriegs- Radios von Hause aus !



Die auf der Restaurations- Hauptseite beschriebenen Kondensatoren mit Edi- eigenen Label: Edi- Logo und "Firmenfarbe". Innen neue Styroflex- Kondensatoren, Vergußmasse ist einfacher Heißkleber.
Gebaut für ein 30er- Jahre- Gerät, da waren Kondensatoren in diesem Design in den Siemens- Farben, gelb mit blauer Schrift und blauen Seitenstreifen, eingebaut.
Bei diesen "Edi- Kondis" ist die Schriftart (Arial) noch zu modern, beim nächsten Gerät fand eine Schriftart Verwendung, die etwas authentischer ist (Garamond).

Bild
Vorbereitung: Ein Elko wird zum "Edi- Kondi"

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Gleich ist der Elko fertig.

Bild
Fertig vorbereitete "Edi- Kondis" zuim Einbau.
Ich habe keinen schwarzen Heißkleber beschaffen können, 
so sind die Verguß- Seiten eben hell. Na und ? :D 

Bild
Und weitere zum Einbau

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Der 1 MüF ist schon ein Kaliber, der Ersatzkondi ist sogar größer als das Original.
Zum Vergleich die Doppeldiode CB 2

Bild
Hier müssen mehrere Styroflexer ran, um die gewünschte Kapazität zu bekommen. 
(Ich hatte keinen naheliegenden Normwert)

 

Edi-Kondilabels_Auswahl

Beispiel: NORA B18,1938/39


Und so sieht ein Gerät aus, wenn es mit diesen Kondensatoren bestückt ist.
Hier ist auch ein brauner Elektrolytkondensator mit einem Edi- Label überklebt, das weist auf die Restauration dieses Bauelements hin (Neubefüllt mit einem modernen Elko, der in das Pertinaxrohr montiert ist).
Das Gerät hat original nur rote Widerstände enthalten- auch hier habe ich zugunsten der authentischen Funktion bauartähnlichste Teile als Ersatz eingebaut, die meisten Originalteile unterm Chassis waren durch eine Verbastelung gar nicht mehr im Gerät vorhanden, waren durch unpassende, andere ersetzt worden.


Blocki_eingebaut.

Ein Edi- Label auf einem neubefüllten Blockkondensator

Beispiel Siemens SB7360W- Schatulle " Maestoso", 1949

Chassisunterseite vorher
Chassisunterseite vorher...

Edi-Kondensatoren
Chassis- Unterseite nachher, mit "grünen Edi- Kondensatoren"
Die Edi- Kondensatoren entsprechen übrigens Siemens- Kondensatoren, eine Ausführung, die in einem SABA verbaut war, da waren sie gelb, mit blauen Seitenstreifen.

 

Beispiel: Graetz 48 GW (De, 1938/ 39)



So sah die Bestückung ab Werk aus (Schwarz/ weiß- Foto aus den Werksunterlagen)


Unterseite mit grün/ schwarzen und rotbraunen"Edi- Kondensator"-
Neubestückungen.

Die rotbraunen Edi- Kondensatoren ersetzen fehlende, original dunkelbraune
Elektolytkondensatoren im Hartpapier- (Pertinax-) Rohr, es sind aus
gewöhnlichem Papier selbstgewickelte Röhrchen,
gefüllt mit einem
Elektrolytkondensator. Hier hatte ich die exakte Farbe der Originale nicht getroffen, und eben die "Falschfarben- Labels" verwendet- sicher verzeihlich...

Beispiel Körting "Ultramar", 1935/36


Vergleich: Chassis original, mit den schwarzen Papierkondensatoren und dunkelbraunen Papprohr- Elkos.


Chassis mit "Edi- Kondis", sowie einige Abschirmleitungen, die im Laufe der Jahrzehnte spröde und rissig wurden, gegen modernes Kabel mit zufällig passender Mantelfarbe (Reste einer Haus- Neuinstallation einer Antennenanlage, die ich ausführte) getauscht.
Auch die Papieraufkleber-
Siegel der Spulengehäuse habe ich durch meine eigenen ersetzt, die das Körting- und das Edi- Logo haben.
Nur den Blechgehäuse- Blockkondensator unten rechts (unter der Platte mit Widerständen) konnte ich nicht neu befüllen, das neue Innenleben war zu groß für den Blechgehäuser,  ich habe statt dessen einen ovalen "Edi- Kondensator" eingebaut.
Übrigens habe ich JEDE Lötstelle mit der Lupe auf einwandfreie Ausführung kontrolliert.

Beispiel Körting "Supramar", 1934/35

   
Verdrahtung original, mit schwarzen "ERO"- Kondensatoren

Jetzt mit "Edi- Kondensatoren", schwarz mit grünen Streifen an den Seiten

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