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Projekt Erweiterter AM- Modulator Teil 4: Realisierung

Projekt Erweiterter AM- Modulator Teil 4: Realisierung

Inzwischen bin ich mit dem Projekt vorangekommen.

Ich habe es mit Kathodenmod versucht, aber ich kam nicht mal annähernd an den Modgrad, den ich erreichen wollte, heran, obwohl dies angeblich mit 1/5 der Power der HF- Endröhre gehen sollte.

Weitere Versuche waren war mir dann doch zu zeitaufwendig.
So habe ich mich Versuche mit der bekannten Heising- Modulation entschieden, da war mein Gedankengang: "Heising geht doch mit `ner Drossel, da könnte ich mir doch den teuren Mod- Trafo, der ja für einen guten Frequenzgang schon richtig aufwendig und teuer sein müßte, sparen... und wenn man dem Schirmgitter ein bißchen Mod mitgibt, könnte das ja auch noch einen kleinen Schub geben..."

Eine als Drossel geeignete Induktivität -nämlich einen Ausgangstrafo- hatte ich in dem Schlachtchassis dringehabt, welches Grundlage meines Versuchsaufbaus ist- der war nachträglich reingefummelt worden, also nicht original.

Der sieht aber aus wie neu, und ist auch elektrisch ok, eine schöne Beigabe:
Nämlich ein alter Lautsprecher- AÜ aus einem DDR- Gerät, Funkwerk Leipzig, von Hause aus mit etlichen Anzapfungen (primär 5,5 k, 7k und 11 kOhm,  und sekundär 4 und 6 Ohm... voilá !

Anode und Schirmgitter (über Widerstand) hinter den AÜ als Drossel- es funktionierte auf Anhieb !

Aktueller Status des Versuchsaufbaus:
- Als Oszillator fungiert eine uralte ECH3- Triode, in der einfachen (Meißner-) Philips- Applikationsschaltung. Die Hexode ist nur Statistin.
- Modulatorröhre eine ebenfalls uralte EL3N.
- NF- Endröhre... sollte eine zweite EL3 rein, die war aber "über`n Jordan".
Also nahm ich eine EL84, die ist der EL 3 am ähnlichsten, auf einen schnell gefertigten Adapter /Noval zu Außenkontakt gepiekt.
Genial: Die Anschlüsse der EL 84 sind so angeordnet, daß der Adapter ohne Drahtkreuzung gebaut werden kann !

Die Leistungsgewichtung NF/ HF kann ich nun durch die für die von R & S entwickelte Kathodenmod vorgesehene Einstellmöglichkeit von Kathodenstrom/ Gitter 1- Vorspannung festlegen- das ist besser, als ich erwartete. Für die NF- Endstufe werde ich das ebenfalls so gestalten.

Die Leistung liegt jetzt etwa bei 1,5 W.

Die Modulation ist annehmbar, Modulationsgrad und Dynamik gehörmäßig gut, aber der Sound vieler Musikquellen ist für den Modulator zu baßlastig, wie in Prof. Rudolphs und Hr. Roschys Artikeln vorausgesagt.
Da muß jetzt also eine Frequenzgangbeeinflussung her.
Das ist kein Problem, einje solche war ja ohnehin vorgesehen,

Ideal wäre ein Equalizer oder Soundprozessor- ich werde mich mit üblichen Filterschaltungen begnügen.

Bei Gelegenheit mache ich Oszillogramme.

Meines Erachtens sollte der Modulator nun mit vielen alten Röhren, die Röhrensammlung hergibt, funktionieren, genau das wollte ich erreichen.

Nun doch nicht "eisenlos"... aber ich denke, einen geeigneten AÜ kriegt man immer irgendwo her.

Einen kleinen Schönheitsfehler hat der Mod aber zur Zeit noch: Einen 100 Hz- Brumm, der einfach nicht weg will. Keine Siebung/ Glättung, kein Erden... der Mod brummt mit konstanter Boshaftigkeit. AZ1- Heizfaden an der anderen Seite geerdet (die Trafowicklung hat keine Mittelanzapfung)- dann brummt`s noch ekliger.

Dem Brumm werde ich mich bei Gelegenheit widmen.

Weiterhin werde ich versuchen, die Dimensionierung zu optimieren, bzw. festzulegen.

Nachtrag:
Eine erhebliche Soundverbesserung, nämlich
weniger übersteuernde Tiefen, habe ich durch Kurzschließen einer niederohmigen Sekundärwicklung des Ausgangsübertragers erreichen können,
Eine Erklärung habe ich dafür noch nicht.

Weiterhin ist die Aussendung nicht spektral sauber, ist mit einigermaßen sauberer Modulation auf UKW nachweisbar, wenn auch nur in geringer Entfernung.
Üblicherweise werden in vielen solcher Schaltungen UKW- Drosseln eingesetzt, diese werde ich noch einfügen.

Eigenartigerweise ist das Brummen mit einem Kofferempfänger in einer Richtung ausblendbar ! Dabei ist es Bestandteil der Modulation !

Ich vermute eine Verkopplung in meiner extrem störverseuchten Umgebung. Dies beschert mir immer wieder Überraschungen.
Ich werde die Netzleitung mit einem guten Filter versehen, ich müßte sowas noch zu liegen haben.


Die erste Schaltung der Stufe Realisierung.
Der 2. Schwingkreis im Anodenkreis des Oszillators entfiel, ebenso die ursprünglich herangeführten Zuführungen der negativen Gitterspannungen.


Versuchsverdrahtung, noch nicht ganz so, wie sie später sein wird.
Wie zu sehen, meist Teile aus der "Schlachteplatte", rote Philips- Widerstände, HESCHO- Keramikkondensatoren, RFT- Blockkondensatoren imn Metallgehäuse, Sikatrop- Kondensatoren. nur die Drahtpotis und der kathodenelko der NF- Endstufe sind alte Neuteile.
Alle Teile sind natürlich geprüft. Einige Widerstände haben schon hohe Abweichungen, etwa 20%, die Werte sind an den vorgesehenen Einsatzorten aber unkritisch.


Testlauf: Einsatzbereites Chassis mit CD- Player darunter.
Stundenlanger Einsatz- ohne Probleme.

8. August 2012: Weiterentwicklung.

Die Stabilisierung ist weggefallen, das Netzteil schafft es nicht, auch noch den Stabilisator- Querstrom aufzubringen. DIe Stabilität ist jedoch gut, ich werde sie mit dem Zählfrequenzmesser noch genau ermitteln.

Einige Widerstandswerte sind optimiert.

Auf einen Tip von Hr. Roschy hin habe ich die Heising Drossel als "Autotransformator" (auch "Spartrafo- Schaltung") geschaltet, dies ermöglicht einen höheren Modulationsgrad.
(Habe ich noch nirgends gesehen... super Tip !)

Auch ist die spektrale Reinheit des Signals gut, Voraussetzung ist eine genaue Einstellung des Kathodenwiderstands der HF- Endröhre mit dem Oszillographen.

Ein Netzfilter ist hinzugekommen, Grund war ein Brummen, welches ich fälschlich für ein 100 Hz- Brummen hielt, und welches mit empfangenden Radios mit Ferritantenne wegdrehbar war, also scheinbar aus einer anderen Richtung kam, jedoch nur mit dem Modulator auftrat.

Ursache war jedoch der Netzwerk- Switch, an dem mein Rechner hängt, mit dem ich gerade jetzt diese Zeilen tippe, und der ein extrem starkes Störspektrum erzaugt, welches ich nicht wegfiltern kann, und welches sich der HF überlagert, sobald auch nur ein Stück Draht am HF- Ausgang hängt. ich suche geeignete Maßnahmen.

Gefunden habe ich den Störer übrigens mit einem Transistor Taschenradio aus der "Transistor- Steinzeit", ein Taschenradio "Kosmos- M", Sowjetunion, Baujahr 1969, welches heute noch mit dem Original- Knopfakkus funktioniert !

Die Bandbreite ist gehörmäßig gut, der Modulationsgrad liegt momentan noch bei 80 %, genaue Messungen folgen, außerdem kommt ja sowieso noch eine Klangstellmöglichkeit hinzu.

Der Modulator funktioniert jetzt also schon recht gut, jetzt geht es an die Optimierung.

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