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QRP- Sender KW UKW AM FM mit Germaniumtransistoren

Historische QRP- Sender für KW und UKW, Betriebsarten AM oder FM, mit Germaniumtransistoren


Ich bin kein lizensierter Funkamateur, aber ich habe seltene QRP- Schaltungen aus der Anfangszeit der Transistortechnik gefunden. für Funkamateure ist diese Seite vielleicht interessant, zum Nachbauen, Experimentieren, oder auch nur zum Bewundern.

QRP- Funk ?
Eine Anzahl Funkamateure beschäftigt sich mit dem QRP- Funk, das ist Amateurfunk mit geringen Leistungen, quasi "mit der Leistung einer Taschenlampe".
Der Reiz von QRP liegt darin, nicht mit hoher Leistung zu arbeiten, wenn eine Funkverbindung auch mit geringer Leistung möglich ist.

Schaltungen der ersten Stunden des Transistors
Hier möchte ich QRP- "Schaltungen der ersten Stunden des Transistors" zeigen- alle Schaltungen wurden auch tatsächlich gebaut, und damals auch genutzt.
Natürlich sind die Schaltungen heute in ihrer Urform kaum noch nutzbar- es geht mir darum, die ersten Transistorschaltungen zu zeigen, und auch, daß man schnell die Eigenschaften dieser Bauteile erkannte.

Wofür sind die Schaltungen gut ?
Einige Schaltungen wurden nur als Testschaltungen im Labor verwendet, um mit den neuen Bauelement Transistor Erfahrungen zu sammeln, andere wurden tatsächlich von Funkamateuren, welche die Möglichkeit hatten, an Transistoren zu kommen, als QRP- Sender verwendet- immerhin gab es wahrscheinlich nur sehr wenige Leute, die überhaupt einen Transistor in die Hand bekamen.

Sind die Schaltungen nachbaubar und nutzbar ?
Von den Teilen her auf jeden Fall- Germanium- Transistoren liegen in vielen Bastelkisten herum, sowie in vielen Ausschlacht- Radios der 50er bis 70er Jahre.
Die ersten Germanium- Transistoren haben höhere Kollektorspannungen (Uce um 50 V !), diese muß man aber nicht ausreizen,  damit sind sie problemlos durch ihre moderneren Nachfolgetypen ersetzbar, in Vergleichslisten findet sich immer ein passender Ersatztyp.

Unter der Voraussetzung, daß KEINE Abstrahlung von Hochfrequenz erfolgt, sind die Schaltungen jedoch auch durchaus für versierte Radiotechniker geeignet, als Testsender oder als Sender- Ersatz für die alten Wellenbereiche, in denen ja keine deutschen Sender mehr präsent sind.
In diesem Falle ist natürlich anstelle einer Antenne eine geschirmte Kabelverbindung zum Radio- Antenneneingang zu nutzen.

Die geringen Leistungen dieser Schaltungen kommen solcher Verwendung zwar entgegen,
dennoch ist jede Abstrahlung von Hochfrequenz zu unterbinden !
Gerade bei UKW ist mit geringen Leistungen eine hohe Reichweite -und damit Störungen anderer Funkdienste- möglich ! Die Peilung und Störbeseitigung durch die Bundesnetzagentur kann extrem teuer werden.
Diese Schaltungen sind nicht zum sorglosen Herumspielen gedacht, und sollten nur von versierten Technikern oder erfahrenen
Funkamateuren gebaut in Betrieb genommen werden.

Probleme von damals
Germaniumtransistoren haben hörere Restströme als ihre Nachfolger, die Siliziumtransistoren, und sie ändern bekanntermaßen ihre Eigenschaften stark mit der Temperatur, diese beiden Eigenschaften waren immer ihr größter Nachteil.
Jedoch müssen Schaltungen mit diesen Transistoren keineswegs unstabil sein, selbst rein analoge Schaltungen konnten mit wärmeisolierten, temperaturstabilisierten Baugruppengehäusen (z. B.dem "warmen Thermostaten") hervorragende Stabilitätswerte erreichen.
Die im Text erwähnte Unstabilität durch parasitäre Frequenzmodulation ist allerdings immer die Folge, wenn man eine Schwingungserzeuger- Schaltung zusätzlich mit der Modulation beaufschlagt.
Die parasitäre Frequenzmodulation ist sogar sehr hoch, dies ist sicher den großen Kapazitäten der Ur- Transistoren geschuldet.

Stabilitätsmaßnahmen sind hier nicht beschrieben- 1956, als diese Schaltungen veröffentlicht wurden, wurden zu. B. in der DDR nur einige hundert Transistoren produziert, es gab noch überhaupt keine Erfahrungen mit diesen Bauteilen.

Spitzentransistoren
Dies bezeichnet nicht ein Spitzenklasse- Bauteil, sondern das Funktionsprinzip der ersten Transistoren: 2 Bronzefedern drücken eine Spitze in einen Germanium- Einkristall- die Kontaktstellen bilden mit Hilfe starker Stromstöße die Sperrschicht- Zonen, und werden dann Emitter und Kollektor.
Die Technologie war damals schwer beherrschbar, und führte zu starken Streuungen und damit Qualitätsschwankungen, Transistoren mußten aufwendig gemessen und selektiert werden.


(Quelle: https://www.ieap.uni-kiel.de/plasma/ag-piel/elektronik/f12_2.jpg)

Hier ist das Gehäuse mit Innenleben der ersten DDR- Spitzentransistoren des Herstellers "VEB Werk für Bauelemente der Nachrichtentechnik Teltow" (="WBN Teltow") "Carl von Ossietzky", die in den nächsten Schaltungen verwendet werden, dargestellt.


(Quelle: https://www.technodoctor.de/transistor.htm)

Dies ist der Transistor 3NC-010 von WBN Teltow.
Die ersten DDR- Transistoren sahen aus wie die alten Stahlröhren... allerdings täuscht das Foto- der Transistor hat nur 10mm Durchmesser und 12mm Höhe.

Spitzentransistore, selten und nie verbaut

Diese Bauform der ersten Generation von Spitzentransistor wurde nie verbaut ! Rmorg listet kein einziges Gerät mit solchen Transistoren !

Die zweite Generation hingegen, die Flächentransistoren, etwa den DDR- Typ OC811, findet man dann häufig.

Die Spitzentransistorn wurden also sehr schnell durch bessere Typen, etwa den Flächen-, Drift- und Mesa- Transistor, abgelöst, und nicht mehr weiterentwickelt. Dennoch taten die ersten Generationen von Germaniumtransistoren viele Jahrzehnte ihren Dienst, und manche tun es noch, etwa in den Taschenradios "Sternchen" der DDR.

Ich denke, es lohnt sich, auch mal diese alten Bauelemente wieder einer nützlichen Verwendung zuzuführen- es ist Technik pur, es macht Spaß, und man kann mit heutiger Erfahrung die Schaltungen von damals doch schon recht gut "aufbohren".

Ich werde mindestens eine historischen Schaltung mit originalen oder gleichwertigen Teilen nachbauen und berichten- bitte gehen Sie im Menü links oder unten zur nächsten Seite.

Grundlage dieses Projekts ist ein Beitrag in der Zeitschrift "RFE" (Radio- Fernsehen- Elektronik, 1956, Heft 1. Die Artikel- Teile habe ich gescannt, restauriert, und neu formatiert.
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der HUSS-MEDIEN GmbH, Berlin.
www.huss.de
http://www.rfe-eh.de
 

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