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Restauration Telefunken T31G Arcolette, Deutschland, 1929
(Fotoserie und Audios/ Videos unten)

Dieses schöne und sehr alte Telefunken- Radio bekam ich von meiner Frau zum Geburtstag, über einen Freund, der einen Radioladen hat, und es in Kommission für eine Kundin verkaufen sollte.

Unglaublich: An dem Radio war NICHTS defekt !

Die Röhren werden vom Röhrenprüfgerät Funke als "sehr gut" bewertet, also sehr wenig benutzt !

Und das bei einem Gerät von 1929, also im Jahre 2016 ist es schon 87 Jahre alt.

Grundsätzlich war es mit Gleichstrom und einer 40m Langdraht- Antenne sofort zum Funktionieren zu bewegen, allerdings mit Ausstzern und "Krachern", so mußten alle Schalter und Fassungen, sowie alle Bauelemente- Haltefedern gereinigt werden- das Gerät hat schon eine echte "Leiterplatte", nicht mit geätzten Kupferfolien, sondern aufgenieteten Messingstreifen und Bronzefedern, in denen die Bauelemente eingespannt sind.

Die Bauelemente auf der Leiterplatte sind für die Ewigkeit gebaut- die Kondensatoren sind hochwertige Glimmerkondensatoren, absolut luftdicht in Bakelit vergossen.

Nach sorgfältiger Reinigung- spielte das Gerät top.

Einen Nachteil hat das Gerät:  Die Antenne beeinflußt mit ihrer Kapazität enorm die Frequenzeinstellung.
Darum haben die "Arcolette"- Geräte keine geeichte Skale.

Mit der Antenne in Antennenbuchse 1 ist lautstarke Wiedergabe möglich, aber die oberste Frequenz liegt bei nur 1200 KHz, in Buchse 2 ist sie bei 1500 KHz, wie auf dem Deckel angegeben, aber da mit wesentlich geringerer Lautstärke, die Rückkopplung muß hart am Schwingeinsatz eingestellt werden, sonst ist keine Lautsprecherwiedergabe drin.

Für das Gerät benötigt man eine Gleichspannungsquelle, die eine möglichst glatte Ausgangsspannung bei 160 mA Laststrom liefern kann, möglichst mit Störfilter, Si- Dioden benötigen auf jeden Fall einen parallelgeschalteten Entstörkondensator.

Ich verwende eine Si- Diode mit Parallelkondensator, einen 3- Fach- Elko und 2 Siebwiderstände. Dies muß noch in ein geeignetes Gehäuse gebaut werden, welches an das T31G- Gehäuse einfach angesetzt wird.

Sehr positiv: Das Gehäuse ist nicht mit einer Netzleitungsseite verbunden, innen gibt es eine Verblockung mit Kondensatoren, das Gehäuse kann und sollte zur Sicherheit des Benutzers geerdet werden.

Fazit:
Die Arcolette T31G ist nach fast 90 Jahren immer noch ein brauchbarer AM- Empfänger, man kann sich so einen Eindruck verschaffen, wie man Ende der 20er Jahre Radio hören konnte.

 
Ankunft der Arcolette. Das Gerät war erstaunlich sauber,
auch innen nur eine geringe Staubschicht.


Aufgeklappt


Deckel- Innenseite, bei den meisten Arcoletten ist ein brauner Fleck von
der Hitze der Heizungs- Vorschaltröhre zu sehen, hier nicht, das
Gerät wurde wahrscheinlich nicht viel benutzt.


Messung der RE034 Nr. 1:Sehr gut


Messung der RE034 Nr. 2: Sehr gut


Messung der RE134: Sehr gut


Schaltplan


Empfangsteil- Leiterplatte ausgebaut


Der Spulensatz: Korbbodenspulen !


Die Unterseite bzw. Bestückungsseite, die Bauteile sind in Bronzefedern geklemmt


Hilfsmittel für die Reparatur, von mir angefertigt:
Spulensatz- Foto, hier habe ich die Anschlüsse eingezeichnet


Hilfsmittel für die Reparatur: Bestückungsfoto, von mir mit den Bauteilwerten beschriftet


Audio- Aufnahme mit dem Laptop, der T31G empfängt am oberen Mittelwellen- Ende, mit einer 40m- Langdrahtantenne, Aufnahme mit dem Laptop- eigenen Mikrophon von dem Holzgehäuse- Lautsprecher.

Audio 1

Audio 2





Netzteil- Vorschlag und Heizkreis T31G, zum Vergrößern auf das Bild klicken


Heizkreis- Unterschied der Version T13G/A, zum Vergrößern auf das Bild klicken
Es gibt eine Version der Arcolette "T31G/A", diese hat offensichtlich eine andere Heizkreis- Schaltung, die Vorröhren sind, zusammen mit einem Widerstand, parallelgeschaltet.
Hier ist auf jeden Fall der Heizstrom 150 mA durch, bzw. an der Vorschalt- Lampe sicherzustellen.



Die "Arcolette" steht jetzt -jederzeit vorführbereit- im "Radio- und Puppen-Haus".

Links die Betriebsanleitung und Unterlagen, diese stelle ich für alle Museumsgeräte aus Unterlagen, die ich zusammengesucht habe, zu einer Gerätedokumentation zusammen.
Zwischen den Puppen, rechts, steht das Gleichstrom- Versorgungsgerät.
In dem schönen Schränkchen darunter befindet sich hinter der schalldurchlässigen Korb- Verkleidung ein Lautsprecher.

Das ist nicht original, aber es gab zuweilen solche Zusammenstellungen, etwa die P70- Truhe von Telefunken, ein Schrankaufsatz mit Lautsprecher, und das Radio obenaufgestellt.

Da ein Geradeausempfänger naturgemäß eine hohe Bandbreite ermöglicht, und ich mittels eines Prüfsenders einen Rundfunksender von UKW auf Mittelwelle
umsetze, und in die Antennenanlage  einspeise, ist der Klang bei Verwendung eines dynamischen Lautsprechers recht gut.

Video: Und so klingt die "Arcolette"

https://vimeo.com/266639623 

 

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