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Synchrodetektor für FM = Syntektor = Synchrondemodulator

Synchrodetektor für FM = Syntektor = Synchrondemodulator

Achtung ! Hier geht es um die Technik des von KÖRTING gebauten Synchrodetektors =" Syntektor" für UKW, keine Schaltungen ähnlicher Art oder Bezeichnung für die Kurzwellenbereiche, wie sie in Amateur-, Spezial- oder Allwellenempfängern vorkommen !

Der Snchrodetektor wurde von W. Moortgat- Pick bei Körting erfunden, 1952 wurde die Patentschrift eingereicht, aber erst 1967 patentiert.
Er ist eine Schaltung zur Erhöhung der UKW-Trennschärfe und mit hoher Störfreiheit, auch wurde eine Gleichkanalunterdrückung genannt (das trifft zu für Sender, die zwecks Gebietsabdeckung auf der gleichen Frequenz senden, um das gleiche Rundfunkprogramm in einem benachbarten, vorher nicht versorgtem Gebiet auszustrahlen. Bei 30% geringerer Feldstärke eines der beiden Sender ist der Synchrodetektor bereits in der Lage, sich auf den stärkeren Sender zu synchronisieren. Die geringe Phasendifferenz der beiden Sender soll schon ausreichen, den schwächeren Sender, und damit eventuelle Störungen, zu unterdrücken.)

Die Schaltung wurde in UKW- Radios der 50er Jahre von Körting verwendet, und zwar im Körting "Syntektor 54W", "Syntektor  55W" und "Royal Syntektor 640W", baugleich "Neckermann Royal 111/21", "Neckermann Luxus- Syntektor", alle Baujahre 1953/1956.

W. Moortgat- Pick selbst entwickelte auch eine Transistor- Variante.
Es gab in den 70ern Geräte der Firma Elac mit "Syntektor" im Namen, diese verwenden eine transistorisierte Variante.

Hier wurde schon in den fünfziger Jahren eine Schaltung verwendet, die ihrer Zeit voraus war.
Leider nutzte Körting den Syntektor nur bis 1959, die hochwertigen Körting- Syntektorgeräte wurden nach einiger Zeit unter dem Namen Körting dann vom Kaufhaus Neckermann unter dessen Namen mehr oder weniger "verramscht", auch die Qualität soll damals sehr gelitten haben.

In späteren Geräten realisiert diese Funktionen ein frequenzstabiler Ozillator mit Phasenregelschleife in einem PLL-Demodulator, wie etwa im Grundig T7500.

Funktionsprinzip:
Die Syntektor- Schaltung verwendet eine Mischröhre, deren Hexode jedoch nicht mischt, sondern lediglich als ZF- Verstärkerstufe arbeitet. Die Triode arbeitet jedoch als Oszillator UND als additive Mischstufe, d. h. am Triodengitter liegen 2 Sinale an, die 10,7 MHz- ZF, sowie die eigene Oszillatorfrequenz.
Der Oszillator schwingt auf 2,15 MHz, also auf 1/5 der ZF.
Der Oszillator wird  von der ZF "mitgezogen", er überniimmt die Frequenzmodulation der ZF, und zwar ist derFrequenzhub damit ebenfalls ein Fünftel desFrequenzhubs der ZF.
Die Schwingung des mitgezogenen Oszillatorkreises wird abgegriffen und zu einer Demodulatorschaltung geführt, die von der ZF (zu 1/5) übernommene Frequenzmodulation wird für die Gewinnung der NF genutzt.
Der Oszillator kann nur vom ZF- Signal des empfangenen Senders "mitgezogen" werden, der "Mitziehbereich" ist schaltungstechnisch eng begrenzt worden, andere Frequenzen und Störungen ziehen den Oszillator nicht mit.
Beschreibungen nach schwingt der Oszillator beim Syntektor 55W ohne ZF- Signal erst gar nicht, er wird erst bei Vorhandensein eines ZF- Signals angefacht.
Eine Begrenzung, wie sie der Ratiodetektor bietet, oder eine extra Begrenzerstufe sind nicht nötig, da der Oszillator ja spannungskonstant schwingt, eine Amplitudenänderung der ZF beeinflußt den Oszilltor nicht.
Die Demodulation kann also schon mit einem Diskriminator durchgeführt werden,

Informationen aus Zeitschriften

Zum Synchrodetektor im Körting- Spitzensuper "Royal Syntektor 55W" gibt es hier eine sehr detaillierte Ausarbeitung, die auch die Eingangs- und ZF- Stufen beschreibt:

https://www.radiomuseum.org/forumdata/upload/Syntektor2.pdf

Ich habe die Genehmigung verschiedener Verlage, Artikel zu veröffentlichen, und möchte hier diese themenbezogenen Artikel einstellen.
Die Artikelseiten habe ich mit Bildbearbeitungsprogramm ausgeschnitten, restauriert,
für die Internet- Darstellung sind die Fotos "entrastert", das Layout entsprechend meiner Seitenbreite umgestellt, sowie Schaltungen und Skizzen durch Farbgebung abgesetzt.


Artikel der Zeitschrift "RFE": Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der HUSS-MEDIEN GmbH, Berlin.
www.huss.de
http://www.rfe-eh.de

 Artikel aus "Radio- Fernsehen- Elektronik" ("rfe") 15/1955

 
 Artikel aus "Radio- Fernsehen- Elektronik" ("rfe") 17/1958

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