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Abschluß- Betrachtungen


Olaf Freiberg (Edi)     Dirk Koplin

Die Sendung ist gelaufen, die Arbeit hat sich gelohnt.
Für mich (Olaf Freiberg) war es DAS Traumprojekt zum Ende der Arbeitstätigkeit.

Angefangen habe ich als kleiner Bastler vor 55 Jahren, mit uralten Rundfunktechnik- Büchern und Zeitschriften, die mein Großvater hinterlassen hatte- manche habe ich noch heute.
In der Kinderbibilothek habe ich so manches Mal "Überziehungsgebühren" für zu lange behaltene Bastelbucher löhnen müssen.
Bücher und Zeitschriften waren DIE Informationsquelle- jeder DDR- Junge mit Elektronik- Interesse kannte das "Radiobastelbuch" von Schubert, das "Elektronikbastelbuch" von Jakubaschk und die Bastelbücher des Funkamateurs Martin Selber.

Einem damals schon sehr alten Rundfunktechniker, der damals einen Laden in der Berliner Samariterstraße, Friedrichshain, hatte., habe ich über Jahre seinen Keller mit uralten Radios und etliche Bauteile ausgeräumt, die Radios habe ich meist ausgeschlachtet, manche repariert und weggegeben, aber manche Bauteile habe ich noch heute !

Berlins Radioläden kenne ich fast alle- die berühmte "Bastlerquelle" in der Dimitroffstraße, Prenzlauer Berg, die "RFT"- Amateurläden Kastanienallee, Prenzlauer Berg, und Kopernikusstraße, Friedrichshain, und die vielen privaten Radioläden.
Ich war in Radioläden und Ersatzteilläden in Berlin "bekannt wie ein bunter Hund"- manchmal von Vorteil, manchmal waren die Leute am Tresen froh, wenn ich ging...  
:-)

Natürlich habe ich alles gebaut, was damals Elektronik- und Funktechnik- begeisterte Jungen bauten, Detektorempfänger, Audion, und ich "reparierte" natürlich an alten Radios herum. Leider oft nicht erfolgreich...    :-(
Die vielen Basteleien brachten immer zum Nachdenken, denn meist hatte man doch andere Bauteile, mit denen es nicht auf Anhieb funktionierte.
Später baute ich, wie viele, "UHF- Konverter" für Fernseher, zum Empfang der zweiten und dritten Programme, sowie in den 80ern die beliebten "Lichtorgeln", Audioverstärker, und anspruchsvollere Sachen wie Meßtechnik, bis hin zum Weltempfänger in Größe einer VHS- Videokassette.

Folgerichtig wurde ich, was immer werden wollte, Rundfunk- Fernsehtechniker.

Ähnlich war es mit Dirk, der sich ebenfalls seit der Kindheit mit Funk- und Rundfunktechnik befaßte, und, genau wie ich, in Radio- und Fernsehläden nach alten Geräte zum Ausschlachten fragte- unter anderem auch dort, wo ich in den 80ern arbeitete.

Ere ergriff einen ganz anderen Beruf aber hobbymäßig blieb er ebenfalls bei der Funk-/ Rundfunktechnik, er hat sich eine Funktechnik- Werkstatt in Laborqualität erarbeitet, und viele Sachen entwickelte, baute und testet er bis heute.

55 Jahre später, zu meiner Rente, konnte ich nun mit Dirk dieses Traumprojekt beginnen und durchführen- den Nachbau des ersten Rundfunksenders, der 1923 den offiziellen Rundfunk begann, als authentischen Nachbau zu erstellen, und am Jubiläumstag in Betrieb zu nehmen.

Es war für uns auch eine richtige Herausforderung, denn es gibt keine Unterlagen, keine lebenden Zeitzeugen, die Bauteile sind zum großen Teil selbst zu bauen, und schon damals hatte man mit dem Senderkonzept technische Probleme, und wie ich feststellte, sind die schon gravierend.
Aber daran arbeiteten Techniker einer großen Firma -Telefunken-, die schon gewisse Mittel zur Verfügung hatten.

Wir sind keine begnadeten Senderbauer, und keine Funkamateure.
Trotzdem konnte der Sender- Nachbau erfolgreich in Betrieb genommen werden, und erreichte zumindest die Reichweite, die der originale Sender 1923 erreichte.

Wir haben viel gelernt, und immerhin die Genehmigung erwirken können, einen technischen Saurier wieder in Gang setzen zu können.

Das ist genau das Gleiche, wie nach 100 Jahren das erste Auto oder Motorrad aus dem Schrott zu retten, zu restaurieren, wiederzuerwecken, oder, wenn nicht mehr vorhanden, nachzubauen, und auf die Straße zu bringen.

Ein einmaliges Stück Technik zu einem einmaligen Anlaß, und das bleibt in Erinnerung.

Wir denken, das war schon der Mühe wert.

Wir bedanken uns bei allen, die uns unterstützt haben, versucht haben, den Sender zu empfangen, geholfen oder Zuspruch gegeben haben !

Olaf Freiberg, Dirk Koplin.

 

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