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Konzeption des Senders

Der Voxhaussender, den ich hier nachgebaut habe, ist eine besondere Lösung, die nur etwa 1923 - 1925 Verwendung fand- ein Gittergleichstrom- modulierter Leistungsoszillator.

Es gab auch einen Sender mit "Heising- Modulation", der jedoch einen genau gleichen Oszillator modulierte, und so nahezu gleiche Eigenschaften hatte.

Die Modulation eines freischwingenden Oszillators hat schwere Nachteile, die damals aber kein Problem waren.

Insbesondere ist der Oszillator nicht besonders frequenzstabil.
Die Modulationsart eines freischwingenden Oszillators bewirkt dazu noch eine ständige Frequenzmodulation.
Ursächlich sind die Kapazitäten einer Röhre, die durch den Arbeitspunkt bestimmt sind- bei wechselnden Arbeitspunkten, egal, wie diese bewirkt werden, wird dies immer auftreten.
Es war aber damals kein Problem, da der Sender breitbandig sendete, die Empfänger noch breitbandig empfíngen, und es noch keine weiteren Rundfunksender gab.

Problematischer waren Effekte des Senders, die durch Arbeitspunkt- Verschiebungen initiiert wurden, nämlich das Abreißen der Schwingungserzeugung, und das folgende Neu- Anfachen der Schwingung.
Diese Effekte bewirken Aussetzer, können aber auch zu Überschlägen im Aufbau, hohen, kurzzeitigen Strömen durch die Röhre, und schlimmstenfalls zur Zerstörung der Röhre führen.

Es gab Anfang der 20er Jahre dazu Untersuchungen, etwa von Rukop und Zenneck, die zu aufwendigen "Reiß- Diagrammen" führten, der Name kommt von "Abreißen", nicht vom Namen des Erstellers.'

Die Diagramme wiesen dann Arbeitspunkte auf, mit denen ein Abreißen der Schwingung verhindert werden konnte.
Der Modulationsgrad ist dann meist gering, denn dieser bewirkt ja eine Änderung des Arbeitspunkts der Röhre/ des Oszillators.
Eine Erhöhung des Modulationsgrades führt zum Aussetzen einzelner Schwingungszüge im Takt der Modulation.

Wieteres Erhöhen bringt dann ein komplettes "Herunterfahren" des Oszillators, und wieder "Hochfahren", das dauert etwa 1 Sekunde, und das kann eben auch gefährliche Effekte hervorrufen.

Die Einstellung eines solchen Senders war und  ist also sehr zeitaufwendig, und nicht risikolos.

Die Sender 1923 wurde von der Post (Heisingmodulation) und von Telefunken (Gittergleichstrommodulation) erstellt, bedient und gewartet, da war zumindest gewährleistet, daß man Ersatzröhen hatte, und ein Fachmann den Sender zufriedenstellend in Gang bringen konnte.

Seit diese Sender durch fremdgesteuerte Sender ersetzt wurden, ist die Modulation selbstschwingender Leistungsoszillatoren als Rundfunksender eine "vergessene Schaltung".

Nur kleine Transistor- Bastelsender machten das gelegentlich noch.

 

 

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