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Weitere historische Schaltungen- Funkstationen

Ich habe weiter nach historischen Schaltungen recherchiert.
Hier sind Schaltungen, die so kommerziell verwendet wurden, in der Literatur sind sie natürlich nur als Prinzischaltungen, ohne Bauteilangaben, dargestellt.
Schaltungen aus Lueger: "Lexikon der gesamten Technik", 1920.

Funkensender mit Mehrfach- Funkenstrecke, tönender Löschfunkensender


Die Systeme der Wireless Special Apparatus Company, der Anglo-American Telegraph Company und der Compagnie Russe des télégraphes et des téléphones sans fil benutzen Löschfunkensender nach den Anordnungen von Telefunken und Marconi. Auch die Société anonyme internationale de Telegraphie sans fil in Brüssel verwendet ein gemischtes Telefunken-Marconi-System mit Löschfunkensendern.
 A Luftleiter, B Spule von hoher Selbstinduktivität zur Ableitung statischer Entladungen, C Blitzschutzvorrichtung, D Umschalter von Senden auf Empfangen, E Verlängerungsspule des Senders, F Variometer zur Feineinstellung der Wellenlänge der Senderantenne, G regelbare Selbstinduktion oder Variometer des Stoßkreises, J stufenweise veränderlicher Senderkondensator, K Löschfunkenstrecke, L Resonanztransformator für 500 Perioden, M Morsetaste oder Taftrelais, N Schutzkondensatoren in Form von[774] Leydener Flaschen zur Sicherung der Maschinen gegen Hochfrequenzströme, O Drosselspule zur Regulierung der Eigenschwingung des Maschinenstromkreises, P Wechselstromdynamo für 500 Perioden, Q Verlängerungsspule des Empfängers, R Variometer zur Feineinstellung der Wellenlänge der Empfänger-Antenne, S Empfängertransformator, T Umschalter zum Empfang von langen oder kurzen Wellen, U Drehkondensator zur Aenderung der Wellenlänge und Abstimmung, V Schalter zum Einschalten des Wellenempfängers, W wenig empfindlicher Wellenanzeiger, W1 hochempfindlicher Wellenanzeiger, X Sperrkondensator für den Gleichstrom des Detektors, Y Telephon.


Funkensender mit rotierender Funkenstrecke

Funkensender mit rotierender Funkenstrecke
Der Wechselstromgenerator A (Fig. 29) liefert Strom von 50 bis 500 Perioden und 75 bis 2000 Volt Spannung für den Hochspannungstransformator G. In diesen Stromkreis ist ein Morse-Taster oder ein selbsttätiger Zeichengeber Z und eine Induktanzrolle F mit Eisenkern eingeschaltet; die letztere ist so bemessen, daß der Schwingungskreis auf die Periode des Wechselstromgenerators abgestimmt ist. Der auf 15000 bis 20000 Volt umgeformte Strom fließt nun von dem Transformator über zwei Luftdrosselspulen H1 und H2 zum Erregerkreise für die Hochfrequenzschwingungen. Die Drosselspulen sollen die Transformatorwicklungen vor den Hochfrequenzströmen schützen. Der Erregerkreis oder Stoßkreis enthält den stufenweise regelbaren Kondensator K, eine regelbare Selbstinduktivität I zur Abstimmung, die primäre Spule des Sendertransformators L und den Scheibenentlader C D C. Die Entladerscheibe C ist mittels isolierter Kuppelung B mit der Achse des Wechselstromgenerators verbunden und hat demnach die gleiche Umdrehungsgeschwindigkeit. Der Transformator L gestattet die Herstellung einer mehr oder minder festen Koppelung des Stoßkreises mit dem Antennenkreise. In diesen ist beim Sender noch die zur Abstimmung dienende regelbare Selbstinduktion M und der vorbeschriebene Erdschalter N eingeschaltet. Infolge der Wirkung des Erdschalters braucht der Senderapparat beim Empfangen nicht von der Luftleitung abgeschaltet zu werden und umgekehrt. Die Selbstinduktivität M und die Sekundärspule des Sendertransformators L wird deshalb auch beim Empfange zur Abstimmung mitbenutzt. Die übrigen Apparate werden meist unter Verwendung des vorbeschriebenen Multiple-Abstimmungsapparates in Nebenschlußschaltung zum Erdschalter angeordnet. Zwei regelbare Selbstinduktivitäten O1 und O2 sowie ein regelbarer Kondensator P und die primäre Spule p des Koppelungstransformators Q bilden mit der regelbaren Selbstinduktivität M und der Sekundärspule des Sendertransformators L den Antennenschwingungskreis. Im Nebenschlüsse zu P, O2 und p liegt die Drosselspule R, durch die statische Ladungen vom Luftleiter zur Erde abgeführt werden sollen. Der Antennenkreis ist gewöhnlich mit einem Zwischenkreise X und dieser durch den Transformator T mit einem dritten Schwingungskreise Y gekoppelt, der den Detektor V enthält. Der Zwischenkreis soll den Empfänger dem Einfluß atmosphärischer Störungen entziehen. Die Koppelung der einzelnen Kreise miteinander ist veränderlich; die sekundären Spulen s und s1 der beiden Transformatoren Q und T können zu diesem Zwecke durch eine Schraubenvorrichtung mehr oder weniger in die größeren primären Spulen p und p1 eingedreht werden. Nach Erfordernis kann der Detektor unmittelbar in den Antennenkreis eingeschaltet werden; es werden dann durch die Umschaltung gleichzeitig die Selbstinduktivität O2 und der Koppelungstransformator Q aus der Antenne herausgenommen.

Mehrton-Tonfunkensender

Lorenz- Mehrton-Tonfunkensender für Schiffe
Die Schaltung eines Wechselstrom-Vieltonsenders, wie er in der Hauptsache für Schiffsstationen verwendet wird, geht aus Fig. 33 hervor. Der Einphasen-Wechselstromgenerator W leistet 4 bis 5 Kilowatt bei 300 Volt. Der Wechselstrom, dessen Stromstärke durch das Amperemeter A gemessen und mit dem Widerstande R reguliert werden kann, wird durch den Spannungstransformator Tr auf 3600 Volt umgeformt. Die Einschaltung des Transformators geschieht durch das Taftrelais Ta, dessen Kontakte unter Petroleum stehen, und das durch die Handtaste T betätigt wird. Der für den Betrieb des Taftrelais erforderliche Strom wird gewöhnlich einer kleinen Batterie B entnommen. Die Entladestrecke F ist je nach der geforderten Leistung mehrfach unterteilt und erhält Luftkühlung durch einen Ventilator. Der Tonkreis enthält eine Klaviatur K mit 8 Tasten, von denen eine jede den Ton einer Oktave gibt; die Tonkreisspule L hat eine den verschiedenen Tönen entsprechende Einteilung der Selbstinduktion. Der Tonkreiskondensator besteht aus Serien und Gruppen von Glimmerkondensatoren mit einer Gesamtkapazität von 100000 bis 200000 cm, entsprechend der Tonhöhe.
Zur Schließung und Oeffnung des Hochfrequenzkreises und des Tonkreises dient ein Kontaktschalter Tv, dessen Kontakte unter Oel stehen. Der Stoßkreiskondensator C1 besteht ebenfalls aus Serien und Gruppen von Glimmerkondensatoren, welche zusammen eine Kapazität von 30000 cm bilden.
Beide Spulen des Koppelungstransformators Tk, von denen die eine verschiebbar in der andern gelagert ist, haben Unterteilungen für drei bestimmte Wellenlängen. Als Strommesser für den bis zu 30 Ampere betragenden Antennenstrom dient das Hitzdrahtamperemeter H.

Auch Funkensender: Lichtbgensender

Lichtbogensender nach Poulsen
Die großen Hoffnungen, die man anfangs auf den Poulsen-Sender (vgl. Bd. 8, S. 472) setzte, haben sich nicht erfüllt. Bei noch so genauer Regulierung der Elektroden traten immer noch durch Zufälligkeiten hervorgerufene Schwankungen im Lichtbogen auf, die eine Veränderung der Wellenlänge und der Amplitude der Schwingungen zur Folge hatten. Auch war es trotz Verwendung mehrerer Lichtbogen nicht möglich, die zur Ausstrahlung durch die Antenne kommende Energie auf eine größere Anzahl Kilowatt zu erhöhen. Das Verzeichnis der internationalen Funkentelegraphenanstalten führt nur drei Landstationen auf, wo ein Poulsen-Sender arbeitet. Bis vor kurzem war deshalb auch allgemein die Ansicht verbreitet, daß der Poulsensche Lichtbogensender keine praktische Bedeutung mehr habe. Diese Ansicht ist durch die Verbesserung des Poulsen-Senders, die die C. Lorenz A.-G. auf Grund langjähriger Versuche erreicht hat, hinfällig geworden. Das aus diesen Versuchen hervorgegangene Poulsen-Lorenz-System arbeitet jetzt zuverlässig und zeigt alle Vorzüge eines mit ungedämpften Schwingungen betriebenen Systems. Die Schaltung erfolgt nach[779] Fig. 30. Der Gleichstrom der Dynamomaschine G speist den Lichtbogen B über den Vorschaltewiderstand W, die Elektromagneten E und die Drosselspulen D. Der Vorschaltewiderstand dient zur Regelung der Stromstärke; die Elektromagnetrollen E bilden das für das undulierende Brennen des Lichtbogens erforderliche magnetische Feld, und die Drosselspulen D verhindern das Uebertreten der Hochfrequenzschwingungen in den Maschinenstromkreis. Es findet eine dauernde Wellenaussendung statt. Der Hochfrequenzschwingungskreis – gleichzeitig Antennenkreis – besteht bei niedergedrückter Taste T aus der regelbaren Selbstinduktion L, dem Lichtbogen B und den Kondensatoren K. In diesen Schwingungskreis ist noch das Hitzdrahtamperemeter H1 eingeschaltet, über den Kurbelumschalter U ist es mit Erde verbunden. Wird kein Zeichen gegeben, befindet sich also die Taste T in der Ruhelage, so ist der Tastkreis mit dem Eisenwiderstande W1 und dem Kondensator C in den Hochfrequenzkreis und die Antenne eingeschaltet. Es kommen dann Wellen andrer Länge und Stärke als die Normalwellen zur Aussendung, die den Empfänger der Gegenstation nicht betätigen können. Wird der Kurbelumschalter U nach links und der Antennenschalter A nach rechts gelegt, so kann der Lichtbogensender zum drahtlosen Fernsprechen benutzt werden. In diesem Falle wird die Antenne, in die das Mikrophon M und das Hitzdrahtamperemeter H2 eingeschaltet sind, durch den Transformator T r induktiv mit dem aus dem regelbaren Kondensator C1, den Kondensatoren K und der primären Spule des Transformators bestehenden Hochfrequenzschwingungskreise gekoppelt. Das Hitzdrahtinstrument H1 dient hierbei als Strommesser für den Erregerkreis. Die beim Sprechen durch das Mikrophon hervorgerufenen Widerstandsänderungen bewirken eine entsprechende Aenderung der Amplitude der vom Sender ausgehenden Wellen im Zeitmaße der in das Mikrophon hineingesprochenen Lautschwingungen.

 

 



 

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