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Forschungsprojekt Audion Pendler Teil 2- Beginn des Meßmarathons

Forschungsprojekt Audion Pendler Teil 2- Beginn des Meßmarathons

Während ich die Verdrahtung mache, hier ein erster Entwurf der Audionstufe.
Die Audionstufe werde ich erst mal zum Funktionieren bringen, weil ich für eine andere Ausarbeitung Meßwerte eines Audios benötige.

Die Schaltung ist nur ein Entwurf, aus einem alten Schaltungsentwurf editiert, darum ist z. B. eine AZ1 drin.

Das Netzteil hat mehrere Heizungswicklungen, ich werde eine indirekt geheizte Röhre verwenden, wahrscheinlich EZ11, 12, oder EZ81, um nicht 450 V- Elkos verwenden zu müssen, Direktheiz- Gleichrichterschaltungen lassen nach dem Einschalten eine sehr hohe Gleichspannung an die Elkos, bis alle indirekt heizenden Röhren beginnen, Strom zu ziehen.

Die Audionröhre ist vorerst eine EF184 als Triode.
Grund: Ich habe die Dinger massig, als NOS- (Neuware, alter Lagerbestand). Ich habe Kennlinien dieser Verwendungsart.
Pendeloszillator wird ebenfalls eine EF184 als Triode sein.

ier die Kennlinien der EF184 als Triode, von einer HP, die es nicht mehr gibt (Quelle im Bild unten rechts)
Klick auf das Bild -> Vergrößerung

Die Schaltung arbeitet ja mit Gitteranlaufspannung, die beträgt zwischen 1 und 2 V, der resultierende Arbeitspunkt dürfte damit zwischen der 2. und 3. Kurve liegen, das werde ich noch überprüfen.

 

Mit der restlichen Schaltung bin ich noch frei in der Wahl. NF mit EF184 als Penthode oder Triode, Klangsteller, Endröhre EL86 könnte ich mir vorstellen- eben wegen der in guter Stückzahl vorhandenen Neuröhren.

Projekte mit alten Neuröhren sind mir immer lieber, um von vornherein Fehler durch eine defekte Gebrauchtröhre auszuschließen.

Die Verwendung einer Hexode oder Heptode/ Triode wäre noch eine Pendlervariante, die ich vielleicht testen möchte, wobei ich den Oszillator behalte, nur die Mischröhre verwende, EH90 oder die Heptode der ECH81.

 So, das Audion ist erst einmal geschafft. Das Netzteil orgelt erst einmal mit einer EZ12, sieht gut aus. EZ11 wäre auch gegangen, die sieht man aber nicht glühen... :-)

Erst mal Test ohne eigentlichen Empfang, sondern am Meßequipment: Digitalvoltmeter, HF- Generator, Wobbelsichtgerät und Oszillograph.

Hammer- Die Gittergleichrichtung (Audion) mit der EF184 als Triode und üblicher Drehko- Rückkopplung hat einen superweichen, hysteresefreien Schwingeinsatzpunkt. Der Mitnahmebereich ist extrem gering.
Hätte ich nicht gedacht.

Allerdings kann man die Rückkopplung "überreißen", dann quietscht irgendwas in der Schaltung- und das ohne Lautsprecher. sealed

Trennschärfekurven und Empfindlichkeit sieht auf den Meßgeräten gut aus.

Ich werde die Schaltung, Meßwerte und Fotos aufarbeiten, auch "echten" Empfang testen. Dauert noch etwas.


vDie Schaltung des Audions.
Wie geschrieben, Penthode als Triode. Vorerst.
Ich orientiere mich vorerst an der alten Original- Schaltung- und Dimensionierung des Spulensatzes, also widerstandsgekoppelt, kein Übertrager.
Mal sehen, ob ich die Pendler- Erweiterung damit auch hinbekomme.


Aufbau am Meßequipment.
Rückkopplung NICHT angezogen.
Der Wobbler zeigt die Durchlaßkurve "über alles".

Die obere Achse zeigt die "EMK", die Ausgangsspannung des Wobblers, sie dient dem Vergleich, sie zeigt den Frequenzbereich, die Ausbuchtung nach unten ist der Beginn = 0 Hz (<Schwebungsnull), die Frequenzmarke rechts oberhalb der Spitze der unteren Resonanzklurve ist 1,0 MHz, angezeigt wird eine Resonanz etwa bei 600 KHz, ich wollte die Marken nicht in der Durchlaßkurve haben.

Die "Dachschräge" der Vergleichslinie entsteht durch den nicht korrekten Abschluß des Wobbler- Ausgangs, sowie die hohe Ausschnittverstärkung, aufgrund derer die Wobbler- Ausgangsspannung so klein wie möglich bleiben kann, um die Kurve nicht zu verfälschen.
Da die Linie ja nur zum Vergleich dient, ist dies unerheblich.

Beginn des Meßmarathons


Durchlaßkurve Mittelwelle, etwa 600 KHz, OHNE Rückkopplung


Durchlaßkurve Mittelwelle, etwa 600 KHz, MIT Rückkopplung.
Die Resonanzüberhöhung ist sehr stark, die Eingangsverstärkung des Wobblers weit zurückgenommen, die Spitze der Durchlaßkurve würde etliche Bildröhrenhöhen über dem Schirmbild liegen !

Bei KW geht es noch besser zur Sache.
Die größere Marke ist die 10 MHz- Marke.


Durchlaßkurve Kurzwelle, etwa 11 MHz, OHNE Rückkopplung


Durchlaßkurve Kurzwelle, etwa 11 MHz, MIT Rückkopplung
Die Resonanzüberhöhung ist sehr stark, die Eingangsverstärkung des Wobblers weit zurückgenommen, die Spitze der Durchlaßkurve würde etliche Bildröhrenhöhen über dem Schirmbild liegen !

Aufgabe für die nächsten Wochenendtage wird sein, Empfindlichkeit, Verstärkung. Bandbreite, Trennschärfe u. v. m. des Audions zu messen und zu bewerten.

Ich habe das mit diesen Bildern versucht, das ist aber zu ungenau, die Kurven müssen weit gedehnt werden können, um Meß- Frequenzmarken deutlich sichtbar einsetzen zu können, möglichst auif Bildschirmbreite- und Höhe.
Das geht auch, aber bei gedehnter Darstellung muß ich von Hand nachstellen können, da wandern und wackeln die Strahllinien aufgrund des Arbeitsprinzips des Wobblers (Frequenzerzeugung mittels Schwebung zwischen einem feststehenden und einem frequenzgewobbelten Oszillator) doch zu sehr, das wird schlecht mit Fotos.

Dennoch ist der antike Wobbler schon ein Klasse- Meßgerät, weil man jede kleinste Änderung sofort, "in Echtzeit", erkennen kann.

Sinn der Sache ist, festzustellen, wie weit durch das Anziehen der Rückkopplung die Bandbreite eingeengt wird, und wie sich das auf die Gesamt- Durchlaßkurve (Resonanzkurve) auswirkt, ich möchte verschieden lautende Aussagen zu dem Thema, die ich in der Literatur und im Web fand, überprüfen.

Mehr dazu dann in weiteren Folgen.

 

 

 

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