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Forschungsprojekt Audion Pendler Teil 9- Test des Pendlers

Forschungsprojekt- Untersuchungen an Audion und Pendler Teil 9- Test des Pendlers

So, heute hatte ich die Möglichkeit, Audios vom Pendler zu machen, ich habe wieder vernünftige Netzspannung, das macht viel aus.

Diesmal den Allströmer 4U65 als Verstärker. Ein bißchen Einstreuungen wegen Masse- Differenzen, aber unwesentlich, ist ja nur provisorisch, solange noch kein eigener Verstärker nachgesetzt ist.

Auf Kurzwelle, mit 40 m Langdraht- Antenne, 2 verschiedene Einstellungen Pendelhub/ Rückkopplung, den gesamten Drehko- Bereich mal durchgedreht. Jede Menge Sender, gut trennbar, auch schwache Sender sind trennscharf empfangbar, aber die Lautstärke ist natürlich geringer, das Audion regelt ja nichts.

Zu hören sind hauptsächlich die Frequenzen des 31- und 25 m- Bandes.

M. E. echt gute Empfangsleistung, schon recht nahe an dem alten Superhet- Vergleichsgerät (NORA W68, 1938, 6- Kreis- Super).

Die beste Einstellung ist mit geringem, aber nicht geringstem Pendelhub erreichbar, da muß über den geamten Drehko- Bereich die Rückkopplung nicht mehr betätigt werden, was ja typisch für den Pendler ist.

Optimierungspotential ist auch hier noch vorhanden. Am oberen Bereichsende sinkt die Verstärkung, wenn man sie per Rückkopplung anhebt, gibt es Schwingen bei den Frequenzen darunter. Auch die Trennschärfe ist wesentlich schlechter. Starke Sender sind aber gut empfangbar.

Wenn man den Schwingeinsatzpunkt möglichst auf eine Stellung des Rückkopplungs- Drehkos fixieren könnte, wären über den Bereich noch einige dB für schwächere Sender herauszuholen, ohne diese mit Fingerspitzengefühl noch weiter heranholen zu müssen.

Die Einstellung mit großem Pendelhub ist bei meiner Schaltung übrigens -unerwartet- sehr schlecht: Hohes Rauschen, sehr geringe Trennschärfe.

Eine sehr gute Sache ist die von Möller 1949 angegebene Abschaltbarkeit der Pendelfrequenz, wie beschrieben, ist die Schaltung wahlweise als normales Audion, oder als Pendler nutzbar.
(Ich habe dies nicht schaltbar, zog einfach die Pendlerröhre)
Ich denke, auch die Aussage, man könne jede AUdionschaltung "nachrüsten", ist richtig- ich hatte lediglich nicht den richtigen Spulensatz für die Pendelfrequenz- Erzeugung, so daß ich wegen der geringeren Pendelspannung diese eingangsseitig zuführen mußte, auch dies ist wohl meist machbar.


Das alte Radio (4U65, RFT, DDR, ein Allströmer) dient provisorisch als NF- Verstärker, Endstufe UEL51, eine DDR- eigene Röhre, die von der EL84 abgelöst wurde.

Aufnahme über das im Laptop eingebaute Mikrophon.
Ausreichend, um die Sendertrennung zu demonstrieren. Der Klang ist absolut gut, wenn man einen gut modulierten Sender findet.


Der Testaufbau, EL95 als Triode ist Pendeloszillator- Röhre, EF184 als Triode ist Audion- Röhre.

Hier die Audios:

Audio Pendler 1

Audio Pendler 2

Jede Menge Sender, ausreichende Trennschärfe, die Sender sind mit Feineinstellung meist noch besser auflösbar.
Wenig Betätigung von Pendelhub/ Rückkopplung nötig, fast "Einknopfbedienung".
Insgesamt "Empfang "nahe am Superhet.

Eine variable Antennen- Einkopplung habe ich noch nicht realisiert, ist aber auch nicht unbedingt nötig.
Als nächstes werde ich mich den langwelligen Bereichen widmen.

Eventuell mache ich Messungen des Durchlaßbereichs, allerdings dürfte da nichts erhebendes zu erwarten sein, bekanntlich ist die Trennschärfe des Pendlers im Vergleich zum Audion gering(er). Hörmäßig kann ich das nicht unbedingt bestätigen, bei Einstellung mit Fingerspitzengefühl ist sie -subjektiv- nahezu gleich.

Nächster Versuch

Zufällig habe ich gegen 9 Uhr bei 40 m (7,15 MHz) einen verschrapelten, aber gut aufnehmbaren SSB- Sender empfangen.
Verschrapelt ist ohne Trägerzusetzung ja üblich.
Auch das schwingende Pendelaudion konnte SSB nicht auflösen.

Das machte mich neugierig.

Also Prüfsender (Röhrengerät 2039aC) angeworfen, und per über den Versuchsaufbau geworfenen Draht einen zusätzlichen Träger als "BFO- Signal" eingespeist. (BFO: Beat frequency oscillator, zusätzlicher Trägeroszillator für SSB- Empfang)

Und- es ging !

Es handelte sich um einen allgemeinen Anruf ("CQ- Ruf" eines kanadischen Funkamateurs (Quebec) in einem Funkamateur- Treffen/ Wettbewerb (Contest) aufgefangen (Rufweise: Stationskenner + CQ Contest). Im 7 MHz- Band (40 m).

Ohne Zusatzträger- verschrapelt, mit Zusatzträger gut aufnehmbar.
Bei gut eingestellter Frequenz ist der SSB- Empfang auch über längere Zeit gut und stabil, im Audio scheint dem nicht so, aber ich hatte etwas mit der BFO- Frequenz gespielt.

Wieder eine erstaunliche Beobachtung- ich hätte gedacht, daß die Eigenschwingung des Audions in Pendelschaltung für die SSB- Demodulation reichen würde.

Ich muß dazu sagen, daß mich Amateurfunk nicht interessiert, der Empfang war rein zufällig.

Auch hier zeigt sich, daß ein 1- kreisiges Audion -als Pendler, in einer guten Einstellung- weitaus besser sein kann, als man von Volksempfänger & Co. "gewohnt" ist.
Ich bin angemessen begeistert.

Audio Pendler Amateur 7 MHz Nr. 1

Audio Pendler Amateur 7 MHz Nr. 2

 

Auf jeden Fall folgen noch Oszillogramme.

 

 

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