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Forschungsprojekt Audion Pendler Teil 6- Überprüfung von Aussagen- Trennschärfe

Forschungsprojekt Audion Pendler Teil 6- Überprüfung von Aussagen: Trennschärfe

 Letztere Feststellung, die ich jederzeit wiederholen kann, und aufgezeichnet habe, die mir aus Kindertagen mit meinen alten VE 301- EInkreisern noch in Erinnerung ist, ist mir einigermaßen wichtig, weil neuerdings genau diese Fähigkeit des Audions abgestritten wird.

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Es konnte dabei der subjektive Eindruck widerlegt werden, daß durch die Rückkopplung
die Bandbreite des Schwingkreises reduziert und
die Trennschärfe (absolut gesehen) erhöht wird.
(Quelle)
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Das ist eine weitere Bestätigung für die ... festgestellte Unmöglichkeit, die Weitabselektion durch "Anziehen" der Rückkopplung zu verbessern.
...
Das ist nochmals eine Bestätigung für den... beschriebenen Effekt, daß eine "angezogene Rückkopplung" einen frequenzmäßig benachbarten Sender nicht schwächt !

(Quelle)
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Doch, genau das geht. Und wie das geht !

Ich zitiere aus der Vor- Seite:

Sehr beachtlich und erstaunlich ist die Trennschärfe- Erhöhung beim Anziehen der Rückkopplung.

Wenn ein starker Sender einen sehr breiten Empfangsbereich beansprucht, deckt er ohne Rückkopplung schwächere Sender einfach zu, dessen Modulation ist nicht mehr zu hören, nur die des starken Senders.
Beim Abstimmen am schwingenden Audion (Rückkopplung hochgezogen) zeigt jedoch eine Pfeifstelle das Vorhandensein eines Senders an.
Wird an dieser Stelle unter den Schwingeinsatz gegangen, wird der schwache Sender hörbar, die Modulation des starken Senders unhörbar.
Nimmt man die Rückkopplung weiter zurück, wird der schwache Sender aber wieder leiser bis unhörbar, der starke Sender kommt wieder.
Nur durch Hoch- und Herunterziehen der Rückkopplung unterhalb des Schwingeinsatzes kann man so sehr deutlich zwischen den beiden Sendern hin- und her- "blenden"- erstaunlich.

Audiodatei (MP3, 320 Kbit/s)
Rückkopplung hebt Sender an


Bei Mittelwelle, aufgrund des sehr starken Senders, der von meinem Standort hier nicht allzuweit entfernt sein kann, der übersteuert sogar meinen Super, ist das über einen größeren Bereich möglich.

Der starke Sender ist mit dem Audion auf etwa 10-15° Drehwinkel des Drehkos hörbar, und ich konnte mehrere Sender durch Pfeifen bei schwingendem Audion nachweisen, und durch Zurücknehmen der RK und vorsichtiges Hochziehen der RK bis kurz vor dem Schwingeinsatz den Sender hörbar machen, wodurch die Modulation des starken Senders zurückging, bis unhörbar.
Also nicht nur den unmittelbaren Nachbarkanal.

Es wird zwar beschrieben, daß OHNE Empfang eines Nutzsenders möglicherweise ein starker Sender auch an der freien Stelle zu hören ist, und sich mit Anziehen der Rückkopplung sich die Lautstärke nicht ändert.
Das stimmt.
...Dies ist aber Quark- wer hört so Radio ???

Hier ist m. E. der Begriff "Weitabselektion" wohl anders zu sehen.
Weitabselektion bedeutet NICHT den Empfang des "Ausläufers" eines starken Senders, ohne einen Nutzsender eingestellt zu haben.
Der Begriff ist sicher auch anders definiert, als beim Superhet- ich fand keine Frequenzdifferenz- Angaben für die Weitabselektion beim Geradeausempfänger, beim Superhet fand ich Frequenzwerte, die um die ZF höher/ niedriger waren, hier ist also mehr die Spiegelselektion gemeint. Spiegelfrequenzen gibt es beim Geradeausempfänger jedoch nicht.

Übrigens wird der Begriff Bandbreite nicht erwähnt.

Die Rückkopplung wirkt durch Zurückführen eines Teils der verstärkten Empfangsenergie, wo keine Resonanz auf einen Sender, kann nichts zurückgeführt werden, kann die Rückkopplung nicht wirken.

Hier noch ein Zitat:

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Dies erklärt auch sofort, warum beim Rückkopplungsempfänger die Trennschärfe gegenüber einem Einkreis-Geradeausempfänger ohne Rückkopplung nicht besser sein kann.
Der prinzipielle Verlauf der Resonanzkurven, insbesondere die Flankensteilheit, ist der selbe!
Der Ausspruch “DurchMittkopplung wird die Trennschärfe erhöht” ist damit, wie in [4] bemerkt und auch experimentell belegt, nicht haltbar.

(Quelle)
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Definitiv erhöht die Rückkopplung die Trennschärfe, und das beträchtlich, das dürften die Aufnahmen ja nun mehr als eindeutig belegen.
Nicht umsonst liest man gelegentlich in alten Büchern: Ein guter Einkreiser kann besser sein, als ein schlechter Superhet.

Ob es nun aufgrund einer virtuellen, einer tatsächlichen, oder von mir aus einer außerirdischen Entdämpfung erfolgt- das ist eigentlich Wortklauberei.

Die hier gemachten Beobachtungen sind eine gute Voraussetzung für die spätere Erweiterung zum Pendler, der ja als besonders Kurzwellen- geeignet beschrieben wird.
Aber dazu später, ich möchte ja noch einige Messungen machen.

Unten nochmal eine Aufnahme vom "Überblenden", Trennen zweier verschieden starker Sender, nur durch Anziehen der Rückkopplung.

Durchwählen (dies müßte das 31 m- Band sein)

"Überblenden" durch Anziehen der Rückkopplung

Graphische Darstellung der Sendertrennung

Ich habe geschrieben, daß ich auf Mittelwelle Sender unter dem starken Pegel eines nahen Senders herauslösen konnte, ich habe die Frequenzen der Sender gefunden, der sehr starke Sender ist wahrscheinlich Deutschlandfunk Neumünster, die schwachen Sender Deutschlandfunk Heussweiler, und RTL.

Ich stelle mal die Empfangssituation am Empfangsort (Hamburg) dar.

In der ersten Skizze ist die Rückkopplung wegen des hohen Signals nahezu wirkungslos.
In der zweiten Skizze, bei Abstimmung auf einen der schwachen Sender, wird dieser sehr stark angehoben, die Modulation des starken Senders wird geringer bis unhörbar.
Ganz dicht am dem Schwingeinsatz wird die Modulation dumpfer bis hohl klingend- die Bandbreite ist nun schmal, die Seitenbänder sind beschnitten, die hohen Töne gehen verloren.

Und eine schmalere Bandbreite ist eine bessere Trennschärfe.

Als nächste Messung werde ich die Bandbreiten mit und ohne Rückkopplung per Wobbelmeßplatz ermitteln.
So etwas hat ein Funkamateur auch schon mal germessen, hier .

 
Fazit:

Rückkopplung erhöht die Trennschärfe enorm.

Wenn ein Nutzsender -in einer Empfangsstärke, die wenigstens über der Eingangs- Schwelle des Audions ist- innerhalb des breiten Empfangsbereichs eines Ortssenders liegt, kann die Rückkopplung dessen Frequenz derart anheben, daß die Modulation des schwachen Senders die des breiten Ortssenders schwächt bis verdrängt, also:

Einen schwachen Sender "im Dunstkreis eines Ortssenders" von unhörbar zu hörbar machen.

Die hier gemachten Audioaufnahmen belegen dies.

Die obenstehende Behauptungen über das Audion kann ich hier also als widerlegt betrachten.


Aufgrund dieser Eigenschaft konnten sich Rückkopplungs- Einkreiser beachtlich lange halten, immerhin von den 20ern bis Mitte der 50er Jahre, da zwar nur noch als Billigradios, nicht mehr mit dem Aufwand, den man noch in den 30ern trieb, aber eben noch da.

Den Zusammenhang zwischen Trennschärfe/ Bandbreite/ Güte und Rückkopplung werde ich in weiteren Meßreihen zu klären versuchen.

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