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OG2-31 Ankunft
(Fotoserie unten)

 
OG2-30, Speicheroszilloskop,Zweikanal, 20 MHz Bandbreite
Der zweite Oszi dieser Typenreihe ist angekommen.
Der erste war OG2-30, dieser ist OG2-31.
Unterschied: 2-31 ist ein Speicher- Oszi, der hat eine spezielle 
Bildröhre, die das Bild statisch "festhält".

Einen Speicher- Oszi, der mit einer Spezial- Bildröhre die statische Ladung
des Anzeigeteils speichert, und für eine Anzeige nutzt...braucht man recht selten.
Eigentlich nie.
Jedenfalls habe ich seit meiner Lehre, Mitte der 70er Jahre, niemals einen
Speicheroszi benötigt.
Ich denke, sowas war nur für Entwickler in Industrie- Betrieben eine
Möglichkeit, dem Chef oder Abteilungsleiter ein während Versuchsreihen
aufgenommenes Schirmbild präsentieren zu können.

OG2-31 k
ann die gleichen Einschübe verknusen, wie 2-30, nur die Bandbreite ist wegen der BiRö eingeschränkt. Optisch alles ok und komplett.
Aber außer der Größe- die beiden Kisten passen gerade auf den Tisch- 
irre schwer ist das Ding. Der 2-30 ist schon schwer, 29 Kg, der 31er 
bringt noch 3 oder 4 Kg mehr mit ! (Verdammt, haben die da Blei 
reingekippt ???)
Und- diese OG's sind jeden Tag des Gebrauchs eine Herausforderung ! Die Kiste hat einen Griff mit Standstützen, der unter oder über das Gerät geschwenkt werden kann, und auch nach vorn, zum Tragen. Soweit ok, damit kann man die Kiste auf dem Tisch schräg ankippen. Allerdings ist der Griff eine absolute Gefahrenquelle- bei dem immensen Gewicht könnte man sich glatt einen Finger abschneiden, wenn man den vorn zwischen Gerät und Griffseite hat. Zumindest aber ziemlich übel verletzen. Ist mir noch nicht passiert, aber ich habe immer Muffengang, die Kiste auf dem Tisch herumzuwuchten.
Aber es ist eben ein recht fähiges Gerät, was sich technisch sicher 
nicht verstecken muß.
Die Russenkiste C1-91 ist ja genauso ein schwerer Schiffsanker (je nach 
Baugruppenbestückung 25- 28 Kg !), die kleine Front- Ansicht täuscht, 
das Ding ist auch groß, aber von den Abmessungen her "in die Länge 
gezogen".
Also den Oszi eingeschaltet. Wie der Verkäufer beschrieb- nur Lampe, 
keine Funktion. Sehr geringer Strom.
Beim Öffnen dann... alles klar. Die Netzteilplatinen sind aus den 
Fassungen geflogen.
Die 2 Anoden- Hochspannungskappen der BiRö sind ab.
Die Einschübe lassen sich nicht herausziehen.
Was, zum Henker... ?
Nach einer dreiviertelstunge waren die Baugruppen dann raus. Ursache des 
Klemmens: ein innenliegendes Extra- Gehäuse für eine Verzögerungsleitung 
war weit nach links gedrückt, und blockierte.
Na toll- die Kiste hat also einen mörderlichen Buff gekriegt !
Alles etwas entstaubt und gängig gemacht, wieder zusammengesetzt.
Hinten sind jede Menge Sicherungen, und einige haben... grünes Leuchten.
Aber nicht selbstleuchtend, das ist der bekannte "Sicherungs- Grünspan".
Fast alle Sicherungen haben die Korrosion.
Die ist aber normal- das ist bei Radios oft auch so.
Sicherungen raus, einige haben keinen Durchgang, der Faden sieht ok aus.
Ist nicht unnormal- die gammeln nämlich auch innen !
Sicherungen also prophylaktisch gleich alle ausgetauscht.
Angeschmissen- Immerhin schon mal nennenswerter Strom.
BiRö bleibt duster.
Die OG's haben 4mm- Bananenstecker- Buchsen, an denen die 
Netzteilspannungen anliegen, bei 2-31 auch die Gitterspannungen der 
BiRö- sehr praktisch.
Eine Netzteilgruppe mit +12V und -12 V liefert nichts.
OK, also was im Netzteil sauer.
Da werde ich mich später kümmern.
Die Grundgeräte- Transis im 2-31 haben kaum PVC- Schlauch um die Beine.
Die Baugruppen aber schon.
Also- Baugruppen raus, und in den 2-30 rein.
Y- Baugruppe VV300 geht nicht.
Doppel- Kippgenerator KG304 dagegen... funktioniert einwandfrei.
VV300 raus, anschauen.
Auweia. Fast alle Transis haben farbige "Socken".
Leicht mit dem Fingernagen an einen Transi- Kopf...
...ein leises Knacken...
Ein Transi- Bei ab.
Na super...!
Das macht mich nicht froh.
Ich vermute, daß irgendein Transibein schon so abgefault ist, daß nichts 
mehr geht.
Also exakt das Gleiche wie beim 2-30.
Warum bei beiden der VV kaputt, der KG in Ordnung ?
Ich könnte mir vorstellen, daß die ziemlich aufwendigen Kippgeneratoren 
zwecks Erhaltung der Frequenzgenauigkeit öfter gewartet und kalibriert, 
oder vielleicht gleich ausgetauscht wurden.
Die KG's in meinen Geräten könnten bereits ausgetauscht worden sein, es 
sind ja die aufwendigeren Doppelkippgeneratoren drin, die meisten 
Mehrstrahl- Oszis habe nur 1 Zeitbasis, und die gibt es ja auch für die 
OG's (KG300).
Auch meine Russenkisten haben nur Einfach- Kippgeneratoren.
Doppelkipp ermöglicht immerhin verschiedene Kippfrequenzen für die 
beiden Strahlen.
Dem entsprechend auch Aufwand für Triggerung, Synchronisation und 
Umschaltung.
Das mit den aggressiven PVC- Schlauch hat sich nun bestätigt.
Das kannte ich nicht. Obwohl solche Schlauchstücken in normalen Geräten 
auch oft drin waren.
Aber als ich Reparaturtechniker war, hatten die Bauelemente von 
Röhrengeräten dicke Anschlußdrähte, und Transistorgeräte waren noch 
lange nicht so alt.
Nun habe ich ein Problem- die Restauration wird viel Zeit kosten, und 
ich muß einen Haufen Transistoren bereitstellen. Sind zwar keine 
besonderen Typen, aber eine Menge davon.
Nun können alle schadenfrohen Mitleser jubeln: "Der Edi hat sich noch 
eine Schrottkiste ans Bein genagelt, Äääätsch !!!"
 

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