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 Weltfunk- Tischgerät Nr. 2 bei Edi

"Weltfunk"- Tischgerät Nr. 2 bei Edi

Oktober 2015- wieder taucht ein altes Eigenbau- Gerät auf, ich konnte es bei Ebay erstehen.
In der Ausführung ist es frühe 50er, und es ähnelt sehr dem Gerät von W- Lill- Oktalröhrenbestückung, außer der Endröhre, hier eine ECL11.

Die Oktalröhren tragen die Bezeichnung "OSW" und "HF", beides sind frühe Logos des "WF", das ist das "Werk für Fernsehelektronik", Berlin- Oberschöneweide.

"OSW" bedeutete "Oberspreewerk", "HF" bedeutete "Werk für Fernmeldewesen - HF-Oberspreewerk" .

Die Oktalröhren wurden nach dem Krieg als Reparationsleistung gebaut, und in die Sowjetunion geliefert, russische Röhren sind aber aus historischen Gründen identisch mit amerikanischen Röhren, darum tragen die WF- Oktalröhren meist 2 Bezeichnungen: die russische und die amerikanische Variante, z. B. 6K3 und 6SK3. OSW- Röhren haben noch eine eigene OSW- Bezeichnung aus 4 Ziffern, der Katalog weist sie aber als austauschbare Ersatztypen der russischen/ amerikanischen Röhren aus.

Überraschend: Die Metallisierung der Röhren ist dunkel, wie dunkelgebrannt, die ECL ist innen total blaß, wie "Luftzieher", aber laut Röhrenprüfgerät sind alle Röhren in Fast- Neu- Zustand !

Entweder wurde das Gerät oft durchgesehen, und verbrauchte Röhren getauscht, vielleicht war es auch nur wenig in Betrieb, oder... es ging nach kurzer Zeit kaputt, und konnte nicht mehr repariert werden, weil der Erbauer nicht mehr greifbar war.

Wie bei Herrn Lill's Radio, wurde auch hier ein keramischer Spulensatz von Hescho, Kahla, verbaut.
Es interessiert mich, ob dieser Spulensatz einst mit diesem Material gebaut wurde, um bessere Empfangsleistung zu gewährleisten, immerhin ist Keramik vberlustärmer, als andere Materialien, oder ob er einfach billiger zu fertigen war.

Auch hier die typischen Chassis der DDR- Um- und Eigenbauten- hier ein Aluminium- Oberteil, vernietet mit einer Hartpapier- ("Pertinax-") Platte als Buchsenleiste.
Die Kondensatoren sind noch sehr alte Ausführungen, im braunen Hartpapierrohr, das dürfte auf die frühen 50er als Baujahr hinweisen.

Hier noch die Bestückung:

OSW   6C2C            - Triode (entspr. amerik. 6J5GT, auch OSW 3104)
HF      6A7 / 6SK7   - Misch- Hepthode, auch OSW 3111)
HF      6K3 / 6SK7   - Regelpenthode für ZF
OSW  1309               - Demodulator- Duodiode, entspr. 6H6
RWN  ECL11           - Endröhre mit Stahlröhren- Sockel
HF      5Z4C              - Zweiweg- Netzgleichrichterröhre

(OSW und HF: Werk für Fernsehelektronik Berlin, RWN Röhrenwerk Neuhaus)

Spulensatz: EZs0114 von Hescho, Hermsdorf/Thür. - später
VEB Keram.Werke Hermsdorf 

Netztrafo TN70 von IKA/ EAS (IKA ist ein Warenzeichenverband der DDR = Installationen, Kabel und Apparate der Elektrotechnik, EAS ist der Herstellerbetrieb: Elektro- Apparate ..., welcher Stadtname mit "S" fehlt, konnte ich nicht herausfinden)

Lautsprecher und Ausgangsübertrager haben keine Herstellerangaben, nur die Feldspulenimpedanz ist angegebene (700 Ohm)

Die Skala trägt ebenfalls keine Herstellerangabe.


Front. Skale OHNE Weltfunk- Logo, aber Bedruckung gleich der Skalen einiger anderer Weltfunk- Geräte, etwa des Gerätes von W. Lill.


Innen. Sofort fallen die keramischen Bandfilterbecher ins Auge.


Chassis Untenansicht. Auch hier ist ein Keramik- Spulensatz zu sehen- es handelt sich um den Spulensatz EZs0114 von Hescho.


Skalenscheibe, ohne Logo, aber gleiches Skalenbild, wie andere Geräte mit
"Weltfunk"- Skalen


Skalenscheiben- Rückseite- keine Herstellerangabe. Die Farbe der Blende hinter der Skale blättert ab.


c


Rechte Seite: Skalenhalterung, Schwungmasse und Halteplatte für Wellenschalter und einen Schalter.

 So sieht der "Weltfunk" nach der Restauration aus- vorn einige Schrott- Teile


Innenleben nach der Restauration

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